Fazit

Wenn es subjektive Elemente des Bewusstseins, irreduzible Komponenten des Geistes, wenn es also Qualia gibt, als unhintergehbare Konstitute des einzelnen Menschen, der darin seine höchstpersönliche Form des präreflexiven Vertrautseins mit sich selbst eingesenkt weiß, und diese Qualia gleichzeitig als ewiges „Rätsel“ (Bieri, Was macht Bewusstsein zu einem Rätsel?, in: Metzinger (Hg.), Bewusstsein – Beiträge aus der Gegenwartsphilosophie, Paderborn 1996, S. 61) der Menschheit gelten, dem durch die methodisch eingeschränkte Naturforschung nicht auf die Spur zu kommen ist, dann weißt das darauf hin, dass es eine sinnlich nicht erfahrbare Sphäre gibt, die sich jenseits der materialen Welt und menschlicher Erkenntniskraft entfaltet. Und das ist ein starkes Argument für den Dualismus der Metaphysik.

Weitere Texte zum Thema:

Gehirn, Geist, Seele. Zu den Grenzen naturwissenschaftlicher Forschung. In: Literaturkritik.de. Jg. 9 (2007), Nr. 8 (Schwerpunkt „Natur und Kultur II“).

Das naturalistische Missverständnis und das unerschütterliche Wesen des Menschen. Michael Pauens Analyse nimmt die Angst vor einer Neuro-Erosion von Selbstbild und Würde. (Rezension zu Michael Pauen: Was ist der Mensch? Der Streit um die Hirnforschung und ihre Konsequenzen). In: Literaturkritik.de. Jg. 9 (2007), Nr. 6.

Viel Neuro, wenig Kritik. Carsten Könnekers Sammlung von „Gehirn und Geist“-Beiträgen bestärkt durch Auslassungen den Eindruck eines Paradigmenwechsels in der Anthropologie. (Rezension zu Carsten Könneker (Hg.): Wer erklärt den Menschen? Hirnforscher, Psychologen und Philosophen im Dialog). In: Literaturkritik.de. Jg. 9 (2007), Nr. 2.

(Josef Bordat)