Kirche in Deutschland. Und in Südkorea

15. August 2010

Deutsche Laien wollen mitregieren. Koreanische Laien wollen mitarbeiten.

Kirche von unten – das bedeutet hierzulande oft: mehr Mitspracherecht, mehr Einfluss auf Entscheidungen, mehr Macht. Kirche von unten – das bedeutet in Südkorea: Mehr Arbeit.

Pater Placius Berger OSB berichtet im „Münsterschwarzacher Ruf in die Zeit“ vom September 2009 über seine Erfahrungen als Missionar in Korea. Auf die Frage, ob die Koreaner einen anderen Kirchenbegriff haben als die Deutschen, antwortet der Benediktiner, der von 1965 bis 1988 in Südkorea wirkte und als Kenner der koreanischen Kultur gilt: „Sie wissen jedenfalls, dass die kirchliche Organisation von unten her aufgebaut werden muss. [...] Die Koreaner wissen: Die Pfarrei ist das, was wir aus ihr machen.“ – Und weiter: „In Deutschland denken die Menschen bei Mitwirkung in der Kirche immer noch: mitregieren. Dort heißt es: mitarbeiten. Da ist ein Unterschied.“

In der Tat. – Kirche in Korea ist anders.

Zum heutigen Unabhängigkeitstag wünsche ich allen Koreanerinnen und Koreanern Gesundheit, Glück und Gottes Segen!

(Josef Bordat)

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