Gesellschaftsaustritt
11. Januar 2011
Heute ist der 11.1.11. Der Karneval beginnt.
Also, wenn Sie mich fragen – für mich ist Gesellschaft nicht mehr zeitgemäß. Ich meine, ich hab’ nichts gegen das Volk, nein, das nicht. Aber diese Politiker! Dass die aber auch alle geschieden sein müssen! Das ist ja dann kein Wunder, dass die mit der Zeit alle schwul werden. Ja, ist doch wahr! Wowereit, Westerwelle, wie sie alle heißen. Alle schwul!
Und dann ständig diese Seelenfeindlichkeit der Gesellschaft! Wie Tiere werden die Menschen behandelt! Wir sind doch nicht mehr in der Antike! Also, wirklich!
Ich finde, Gesellschaft muss sich der Kirche öffnen. Aber darauf zu hoffen, bei den Politikern?! Ne, kannste vergessen!
Gut, wir wollen fair sein: Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich Gesellschaft schon etwas der Kirche angepasst, das muss man zugeben, ja. Die Soziallehre hat die Gesellschaft von der Kirche übernommen und sie in „Soziale Marktwirtschaft“ umbenannt. Aber davon ist man ja auch wieder abgekommen. Immer wieder geht’s halt einen Schritt zurück. Furchtbar!
Denken Sie bloß an die Sexualamoral der Gesellschaft. Das ist doch Irrsinn! Lebenslange Polygamie, das hält doch keiner aus! Und dann die Unterdrückung der Frau! Von Kindesbeinen an werden Frauen mit Hormonen voll gepumpt, alles wegen der gesellschaftlichen Sexualamoral! Das muss man sich mal vorstellen! Das ist schlimmer als in der Antike!
Also, ich glaube, das hat alles keinen Sinn mehr. Ich trete aus der Gesellschaft aus. War sowieso nur noch pro forma drin. Man spart auch ‘ne Menge Steuern, das kann ich Ihnen sagen! Das lohnt sich richtig! Kann mich doch niemand zwingen, drin zu bleiben!
(Josef Bordat)