Gott ist Geist, Gott ist Liebe

25. Februar 2012

Ein Leserkommentar zu Philosophische Erkenntniskraft

Ein bemerkenswerter Hinweis. In ihm begegnet uns ein Reisebericht des Geistes zum Prinzip des Seins. Gerade über die Brücke mittelalterlicher Theologie finden wir zurück zum Ursprung der Bibel.

Jesus selbst schöpft aus dem Wort des Anfangs. Besonders deutlich wird dies bei Markus etwas nach der Mitte. Im zehnten Kapitel entfaltet er Jesu Lehre über das christliche Menschenbild: Am Anfang der Schöpfung hat Gott sie (die Menschen) als Mann und Frau geschaffen. So verkündet Jesus das Wort des Anfangs.

Im ersten Satz der Bibel erscheint Gott als das Prinzip allen Seins. Gott ist, weil das Sein seinen Namen trägt. Daher kann Gott nur finden, wer in seinem Namen das Sein als Ganzes versteht. Daran knüpft der ontologische Gottesbeweis an. Und er weist Kritiker mit dem Hinweis zurück: Wer Gott als Teil der Schöpfung sucht, verwechselt Wald und Baum.

Gott ist also der Geist, der die Phänomene im Innersten zusammenhält. Dieser lebendige Geist erweist sich von Generation zu Generation im Allgemeinen sowie in Ehe und Familie in Besonderen als Liebe.

Christoph Overkott

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