Eichhörnchen trainieren für Olympia
26. Mai 2012
Unsere beiden Haus- und Hofeichhörnchen sind heute während des Frühstücks, also: während unseres Frühstücks, pausenlos am Baum vor unserem Wohnzimmerfenster hoch und runter geklettert.
Vielleicht kann ein Zoologe ein solches Verhalten evolutionsbiologisch erklären, vielleicht gibt es eine sozialwissenschaftliche Dissertation zum Thema Kletternde Eichhörnchen, die ich fahrlässig übergehe, doch für mich sah das Ganze wie Frühsport aus. Für meine Frau übrigens auch.
Als dann Nachbars Skye Terrier mit der Jogi-Löw-Frisur auftauchte, um die Laktatwerte zu besprechen, war die Sache klar. – Viel Erfolg, ihr beiden!
(Josef Bordat)
Von Freitag auf Montag
4. Mai 2012
Wenn man so hört und liest, mit welcher Inbrunst, mit welchem Innovationsbewusstsein, um nicht zu sagen: mit welchem Stolz auf die geniale Idee, in den einschlägigen „Save the Planet!“-Umweltschutzkreisen für die Einführung eines „fleischlosen Montag“ zur Rettung des Klimas getrommelt wird, mit den Ikonen des modernen nicht nur Wohlstands-, sondern auch Wohlfühlmenschen an der Spitze (zum Beispiel Ex-Beatle Paul McCartney), dann kann man sich als Katholik eigentlich nur wundern, schließlich vertritt die Katholische Kirche seit Jahrhunderten den „fleischlosen Freitag“ und damit gerade eben jenen Gedanken, dass uns der zeitweilige Verzicht auf Fleisch um eines höheren Zieles willen ganz gut zu Gesicht steht.
Noch mal zum Mitschreiben: Eine uralte, um nicht zu sagen: mittelalterliche Einsicht der Kirche wird uns heute als grandiose Idee der Gaia-Lohas-Kompanie verkauft. Das funktioniert wohl nur in einer Gesellschaft, die längst vergessen hat, wo sie herkommt. Halt so eine wie die, in der wir leben.
(Josef Bordat)
Geschöpfe der Erde
25. April 2012
Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder.
Franz von Assisi
Neuer Name, alter Traum. Human Engineering
27. März 2012
Utopistische Ideen, die in paternalistischer Manier dem Menschen zwangsoktroyiert werden, werfen zwei gravierende Fragen auf: die Frage nach der Autorität der „Täter“ und die Frage nach der Autonomie der „Opfer“.
Der Physiker und Blogozesan-Kollege Philipp Giese stellt in seinem jüngsten Blog-Beitrag ein Papier zur (im weitesten Sinne) Sozialethik vor, in dem empfohlen wird, dem Klimawandel mit Methoden des „Human Engineering“ zu begegnen, also den Menschen gezielt an einen geringen Kohlenstoffdioxidverbrauch „anzupassen“. Dass „Geo Engineering“ – etwa die unterirdische Speicherung von Kohlenstoffdioxid – seit längerem diskutiert wird, war mir bekannt, auch die kritische Auseinandersetzung damit, doch „Human Engineering“ – das ist mir neu. Wobei: Im Grunde überrascht mich nur die Unverfrorenheit der Vorschläge (Konditionierung der Essgewohnheiten, Anpassung der Körpergröße, Eingriffe in persönliche Reproduktionsstrategien etc.), nicht jedoch die Entwicklung selbst. Die aktualisiert im Grunde bloß ein uraltes utopistisches Gedankengut (letztlich im Ausgang von Platons paternalistischem Gesellschaftsverständnis), das methodisch auf dem Behaviorismus Skinners fußt. Zwischen Platon und Skinner liegen zweieinhalb Jahrtausende mit immer wieder neuen utopistischen Politik-, Staats- und Gesellschaftsentwürfen, die sich in ihrer Konkretisierung stark unterscheiden, die sich jedoch in einem ähneln: die Probleme der Welt werden auf wenige beherrschbare Aspekte des menschlichen Daseins heruntergebrochen, Aspekte, die es im Sinne einer Lösung, also: einer besseren Welt, aktiv zu gestalten gilt. Dass in dem Papier direkt am Menschen angesetzt wird, ist also nur insoweit neu, als dies heute technisch unmittelbar möglich ist. Die Idee, menschliches Verhalten zu steuern, ist jedoch eine recht alte. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verhaltensanpassung hinsichtlich Fleischkonsum und Fertilität basieren auf dem Behaviorismus, der postuliert, dass man Menschen zu ihrem eigenen Wohl konditionieren kann, eine Gestaltungsmöglichkeit, die ethisch nicht nur vertretbar, sondern geboten sei. Dieser normative Behaviorismus (in Ausweitung des deskriptiven) ist mit dem Namen Burrhus Frederic Skinner (1904–1990) verbunden.
Skinner hat mit Ratten experimentiert und herausgefunden, dass ihr Verhalten steuerbar ist. Er entwickelte die nach ihm benannte Versuchsapparatur zum Testen tierischen Verhaltens, die so genannte „Skinner-Box“. Diese Tests bilden die Grundlage seiner Erkenntnisse zum Behaviorismus, die er in seinen wichtigsten Werken The Behavior of Organisms: An Experimental Analysis (1938), Science and Human Behavior (1953) und Verbal Behavior (1957) darlegte Die Übertragung der Befunde von Tierversuchen auf den Menschen und die Gesellschaft insgesamt basiert dabei auf der Vorstellung, dass der Mensch eigentlich auch nur ein Tier sei, sich zumindest wie ein Tier „durch wissenschaftliche Analyse“ erfassen lasse. Ontologisch hat Skinner mithin ein monistisch-naturalistisches Menschenbild, d.h. er meint, den Menschen als natürliches Wesen durch Beobachtung seines Verhaltens vollständig beschreiben zu können. Die geeignete Methode der anthropologischen Forschung ist für ihn demnach die empirische, die sich auf das biologisch bestimmte Verhalten des Menschen bezieht. Persönlichkeit wird in diesem Deutungsmuster auf Körperlichkeit verengt: „Die Vorstellung, die sich aus einer wissenschaftlichen Analyse ergibt, ist nicht die eines Körpers mit einer Person darin, sondern die eines Körpers, der eine Person ist in dem Sinne, dass er ein komplexes Verhaltensrepertoire entfaltet“ (Skinner 1973, S. 204; Hervorhebung im Original).
Skinner meint daher, vom äußeren Verhalten auf innere Motive, Wünsche und Neigungen schließen zu können, um diese dann ihrerseits zum Gegenstand normativer Einflussnahme zu machen. Er entwickelte daraus normative Steuerungsprogramme wie das Programmierte Lernen und die Methode der Positiven Verhaltensverstärkung. Dabei entwickelt Skinner Pawlows Erkenntnisse zur klassische Konditionierung, die bereits vorhandene Reiz-Reaktions-Mechanismen beschreibt (Pawlowscher Hund), dahingehend weiter, dass er eine belohnende oder bestrafende Handlungsfolge zum Gegenstand des Erlernens neuer Verhaltensweisen macht und schließlich zur Ausbildung neuer Mechanismen nutzt (operante Konditionierung). Entscheidend ist der Schritt von der deskriptiven Verhaltensforschung an Tieren zur normativen Verhaltenssteuerung von Menschen. Die nach Skinner mit seinen Forschungen initiierte „wissenschaftliche Sicht des Menschen“ biete „erregende Möglichkeiten“ hinsichtlich dessen, „was der Mensch aus dem Menschen machen kann“ (Skinner 1973, S. 220). Welcher bestimmte Mensch dabei aufgrund welcher Befugnis in die Rolle des „Machers“ gelangt, ist dann die entscheidende Frage, bei der sich die scheinbar rein wissenschaftliche Sicht in eine politische wandelt (erstes Problem: Autorität).
Werner Correll fasst den Prozess der operanten Konditionierung durch Verstärkung wie folgt zusammen: „Ein wirksames Lob wäre in der Skinnerschen Terminologie eine Form der positiven Verstärkung (reinforcement). Der Tadel dagegen wäre eine Form der negativen Verstärkung. Positive Verstärkungen bewirken im Organismus die Neigung zur wiederholten und häufigeren Äußerung der vorausgegangenen Verhaltensform, während negative Verstärkungen die Äußerung des vorausgegangenen Verhaltens seltener werden lassen oder sie sogar ganz auslöschen“ (Correll 1971, S. 8). Skinner zeige anhand zahlreicher Experimente, wie man durch diese kontrollierte Verstärkung „nahezu jedes organisch mögliche Verhalten ausbauen oder wieder auslöschen kann” (ebd.). Es ist wohl diese intellektuelle Schlichtheit, die die Faszination des Behaviorismus ausmacht, insbesondere, wenn er sich wirksam in die Debatte um Lösungen komplexer gesellschaftlicher Probleme einbringen zu können glaubt. Es ist daher interessant, dass gerade in einem hochkomplexen Zusammenhang wie dem Klimawandel die Idee der operanten Konditionierung wieder auftaucht, hier in Gestalt des „aversion conditioning“ durch pharmazeutische Manipulation von Fleisch, mit dem Ziel, über die negative Konsequenz („unpleasant experiences“) des „Fehlverhaltens“ (Fleischverzehr) zum Wohlverhalten (kein Fleischverzehr) umzuerziehen.
Hier – spätestens hier! – stellt sich die Frage nach der Freiheit und Würde des Menschen (zweites Problem: Autonomie). Skinner für seinen Teil hält Freiheit (und damit auch Würde) für eine Illusion. Das Buch, aus dem ich zitiere, umreißt das Programm seines normativen Behaviorismus schon im Titel: Jenseits von Freiheit und Würde. Freiheit, so Skinners feste Überzeugung, könne man dem Menschen durch das behavioristische Konditionierungsprogramm ebenso beliebig vorgaukeln wie die Lust oder Unlust auf Grillwürstchen, indem man dem Menschen in seinem Wohlverhalten das Gefühl gibt, frei zu sein. Skinner unterstellt den Apologeten des autonomen Subjekts (dazu zählen die Vertreter der klassischen Philosophie ebenso wie Theologen und holistisch denkende Psychologen, die in metaphysischer Tradition Freiheit als eine von den realen Umständen unabhängige Geistesverfassung definieren und nicht als bloß gefühltes Resultat einer gewünschten Verhaltenskonfiguration), dass sie, indem sie „jede Kontrolle als falsch abstempeln“, leichtfertig die Vorteile einer richtigen, guten, gelungenen Kontrolle übersehen oder bewusst entstellen. Damit seien sie „nicht vorbereitet“ für „den nächsten Schritt“, der nicht etwa darin bestehe, „den Menschen von jeder Kontrolle zu befreien“, sondern in einer behavioristischen Forschung mit normativer Intention, also darin, „die Art der Kontrolle, der er [der Mensch, J.B.] ausgesetzt ist, zu analysieren und zu verändern“ (Skinner 1973, S. 49). Skinner betont, dass der „autonome Mensch“ – der auch im Original stets in Anführungszeichen erscheint – überwunden gehöre. Er schreibt: „Seine Abschaffung ist seit langem überfällig. Der ,autonome Mensch’ ist ein Mittel, dessen wir uns bei der Erklärung jener Dinge bedienen, die wir nicht anders erklären können. Er ist ein Produkt unserer Unwissenheit, und während unser Wissen wächst, löst sich die Substanz, aus der er gemacht ist, immer mehr in Nichts auf. Die Wissenschaft entmenschlicht den Menschen nicht, und es bleibt ihr nichts anderes übrig, wenn sie der Abschaffung der menschlichen Spezies vorbeugen will: Wir können froh sein, wenn wir uns von diesem Menschen im Menschen befreit haben. Nur wenn wir ihn seiner Rechte entsetzen, können wir uns den echten Ursachen menschlichen Verhaltens zuwenden. Und nur dann können wir vom Abgeleiteten zum Beobachteten gelangen, vom Wunderbaren zum Natürlichen, vom Unzulänglichen zum Beeinflussbaren“ (Skinner 1973, S. 205 f.).
Wie aber sieht es mit der Freiheit zur Entscheidung darüber aus, welches Verhaltenssteuerungsprogramm hochgefahren werden soll? Mit anderen Worten: Wer hat überhaupt das Recht, den Menschen zu steuern und zu beeinflussen? Diese Fragen werfen uns auf die Legitimation paternalistischer Eingriffe zurück, quasi aus der Perspektive der „Täter“, eine Position, die ich mit dem Begriff Autorität zu erfassen versucht habe. Und: Was passiert mit dem Menschen, der sich der Konditionierung unterwirft? Opfert er am Ende nicht sein Menschsein zugunsten eines abstrakten Konzepts, mit dem er nur sehr schwach verbunden ist (etwa „Menschheit“)? Aus der Perspektive der „Opfer“ kann man also nach der Autonomie fragen. Die beiden Probleme (Autorität und Autonomie) sind ungelöst. Daher steht hinter dem Konzept des „Human Engineering“ ein großes Fragezeichen. Das bedeutet indes nicht, dass wir unsere Gewohnheiten nicht ab und an auf den Prüfstand stellen sollten, schließlich sind wir zur Vervollkommnung unserer ethischen Normen und damit zur Verbesserung unserer sittlichen Verhaltensweisen aufgerufen, und zwar aus Freiheit und Würde. Dabei kann man – etwa den Fleischkonsum betreffend – durchaus zu den gleichen Zielvorstellungen gelangen: eine Reduktion ist angezeigt. Denn auch eingedenk unserer Schöpfungsverantwortung und der uns aufgetragenen tätigen Nächstenliebe kommt man zu dem Schluss, dass der Luxus des Fleischverzehrs tatsächlich ein Luxus ist, der zu Lasten der Hungernden geht. Verzicht – auch außerhalb der Fastenzeit – ist daher auch aus christlicher Perspektive eine Option – für die Menschen, nicht die „Menschheit“, vor allem aber freiwillig, nicht pharmazeutisch prädisponiert. Paternalistische Zwangsmaßnahmen und biotechnologische „Taschenspielertricks“, wie sie in dem Forschungspapier zum Ausdruck kommen, sind hingegen des Menschen unwürdig. „Human Engineering“ – aus dem alten Traum wird ein Alptraum.
Zitierte Literatur:
Correll, Werner (1971): Vorwort, in: Skinner, Burrhus Frederic: Erziehung als Verhaltensformung. Grundlagen einer Technologie des Lehrens. München: Keimer, S. 7-10.
Skinner, Burrhus Frederic (1973): Jenseits von Freiheit und Würde. Reinek bei Hamburg: Rowohlt.
Weiterführende Literatur:
Utopie/Utopismus
Bordat, Josef (2009): Politischer Utopismus als paternalistische Emanation des Glücks, in: Recenseo. Bern, Online-Papier.
Popper, Karl R. (1997): Utopie und Gewalt, in: Vermutungen und Widerlegungen. Das Wachstum der wissenschaftlichen Erkenntnis (Bd. 2). Tübingen: Mohr Siebeck.
Saage, Richard (1991): Politische Utopien der Neuzeit. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
B. F. Skinner
Bjork, Daniel W. (1997): B. F. Skinner. A life. Washington DC: APA.
Catania, Charles A. / Harnad, Stevan (1988): The Selection of Behavior: The Operant Behaviorism of B. F. Skinner: Comments and Consequences. Cambridge: CUP.
Wiklander, Nils (1989): From Laboratory to Utopia: An Inquiry into the Early Psychology and Social Philosophy of B. F. Skinner. Göteborg: GUP.
(Josef Bordat)
Biodiversität als Kulturphänomen
7. März 2012
Marcel Robischon über den Verlust der Artenvielfalt und das Verstummen der Welt
Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten hat einerseits einen Selbstwert, ist jedoch anderseits für den Menschen von großer Bedeutung, nicht nur für den Menschen im „Naturzustand“, sondern auch für uns heute, für unsere Kultur. Ein Verlust an Biodiversität führt damit auch zu einem Verlust an Kultur. Denn die Farben und Formen, die Düfte und Klänge der Natur sind eine einzigartige Inspirationsquelle für das kulturschaffende Wesen Mensch, für seine Kunst und seine Technik.
Nun ist es eine Tatsache, dass die Natur immer weiter zurückgedrängt wird. Der seinerseits kulturelle Aneignungsprozess von Flora und Fauna, der eine jahrtausendelange Tradition hat, doch seit dem Mittelalter (Städtebau) und vor allem seit dem 19. Jahrhundert (Industrialisierung) in starker Beschleunigung fortschreitet – was im zivilisatorischen Bewusstsein recht lange und recht einseitig als „Fortschritt“ wahrgenommen wurde – sorgt dafür, dass immer mehr von dem verschwindet, was uns als Grundlage unserer Kultur dient. Das Megaprojekt Zivilisation erweist sich damit als höchst „undankbar“ – gegenüber der Natur, die es nach Gebrauch vernichtet – und „unvernünftig“ – gegenüber der Kultur, die es nach und nach verarmen lässt, weil es ihr die natürliche Eingebung raubt. Die menschliche Gesellschaft verliert so ihr Entwicklungspotenzial – wenn sie sich weiter so entwickelt wie bisher.
Der Naturhistoriker und Biologe Marcel Robischon mahnt daher einen anderen Umgang mit der Natur und einen Schutz ihrer Artenvielfalt an. Nicht schulmeisterlich, sondern literarisch und unterhaltsam, mit einer abwechslungsreichen Reise-Revue, die uns die enge Verzahnung von Natur und Kultur vor Augen führt. Die – auf lange Sicht – weit größere Abhängigkeit des Menschen von der Natur wird erkennbar in den Beschreibungen einer vom Menschen akut bedrohten Tier- und Pflanzenwelt. Aus Mythen und Legenden um das Verhältnis von Mensch und Lebensraum gewinnt er eine Sicht auf Kultur und Natur, die Interdependenzen erkennt und benennt und letztlich zur Bewahrung der Schöpfung aufruft.
Trotz des belletristischen Stils handelt es sich bei Vom Verstummen der Welt um ein Sachbuch mit dezidiert wissenschaftlichem Anspruch. Die in den Geschichten eingewobenen Sachverhalte zur Artenvielfalt und zum Artensterben werden gut belegt. Die kulturwissenschaftlichen Schlussfolgerungen sind zwar nicht neu (das Mensch-Natur-Verhältnis gehört seit jeher zu den zentralen Fragen der philosophischen und ethnologischen Anthropologie), können aber die Forschungen zur Kultur- und Sozialanthropologie beleben, vor allem durch die vielen gut recherchierten und genau beschriebenen Erzählungen aus der Geschichte der Menschheit. Schon die Bezeichnungen von Städten und Regionen zeigt dabei die enge Verbindung von Mensch und Natur, einen Konnex, den es für den Menschen wiederzuentdecken gilt – schon aus eigenem Interesse!
Bibliographische Daten:
Marcel Robischon: Vom Verstummen der Welt. Wie uns der Verlust der Artenvielfalt kulturell verarmen lässt
München: Oekom (2012)
319 Seiten, 19,95 Euro
ISBN: 978-3865811820
(Josef Bordat)


