T.E.A.M.

21. März 2011


Toll: Ein Anderer Macht’s!

Die Blogozese erweist sich wieder einmal als sehr gutes Team! So kann ich mich dankenswerter Weise darauf beschränken, Beiträge zum Straßburger „Kruzifix-Urteil“ vorzustellen, ohne selber weiter darauf eingehen zu müssen.

Zunächst gibt Stefan Ehrhardt auf Zeit zu beten meiner kritischen Anfrage an die Bedeutung des Kreuz-Zeichens („Geht die Wirkung des Kreuzes, von der das Christentum zehrt, verloren, wenn es dem Ausdruck kultureller Identität dient? Verflacht die Religion zur Folklore?“) eine grundsätzlich negative Antwort, die jedoch davon abhänge, ob „die Mehrheit der Menschen in öffentlichen Räumen sich zum Kreuz bekennt und jeder Christ dieses Bekenntnis auch nachhaltig vertritt“. Die Herleitung der Antwort ist sehr lesenswert!

Der Predigtgärtner kommentiert das Urteil mit einem guten Schuss Ironie: Schafft endlich Ampeln und Dürers „Betende Hände“ ab…! Ich mag so einen Zugang zu der Kr-Frage. Er vertritt seine fiktive Forderung rhetorisch so überzeugend, dass man sich dabei ertappt, „Jawoll!“ zu denken. Doch spätestens sein „Nun aber mal im Ernst“ rüttelt den geneigten Leser wach und bereitet ihn für das bedenkenswerte Fazit vor. „Religionsfreiheit darf nicht zum Deckmäntelchen für Intoleranz werden. Das Kreuz gehört zu Europa. Wir wollen nicht vergessen, dass z. B. im Dritten Reich Menschen für ihr Bekenntnis zum Kreuz im Konzentrationslager getötet wurden.“

Eine sehr schöne Darstellung findet sich auch bei Braut des Lammes, die sich zunächst ebenfalls einer Urteilsanalyse eher humorvoller Art widmet. Doch anhand der Patrone Europas macht sie dann deutlich, „wie sehr Europa vom Kreuz geprägt ist“.

Danke, Kolleg/inn/en!

Ihr und Euer

Josef Bordat

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