Kirche: Menschen sollten leben dürfen

4. Mai 2011


Im Rahmen eines Rechtsstreits um Äußerungen des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller zu Fragen des menschlichen Lebensrechts hat nun das Bistum eine Stellungnahme abgegeben, deren Wortlaut in einem Artikel des Wochenblatt nachzulesen ist. An dieser Stelle lediglich drei prägnante Auszüge.

Erstens:

Menschliches Lebensrecht darf nicht an den seidenen Faden praktischer Erwägungen oder persönlicher Zugeständnisse gehängt werden. Vielmehr besitzt jeder Mensch das unantastbare Lebensrecht, weil er Geschöpf Gottes und sein Ebenbild ist. Menschen sind zum Leben berufen und berechtigt, weil jeder einzelne von einem liebenden Schöpfer gewollt ist.

Zweitens:

Wer das Lebensrecht von Kindern praktischen oder anderen Erwägungen unterwirft, muss sich die Folgen solcher Überlegungen vorhalten lassen, nämlich menschliches Lebensrecht in die Verfügungsgewalt von Menschen und damit grundsätzlich infrage zu stellen.

Drittens:

„Es ist die Pflicht der Kirche, die Folgen von Moralvorstellungen aufzuzeigen, die sich auf Nützlichkeitserwägungen oder Konventionen stützen wollen. In Wirklichkeit bedrohen solche Moralversuche das unantastbare Lebensrecht wie es etwa das Grundgesetz formuliert und liefern den Menschen menschlicher Verfügung aus.“ Clemens Neck, Sprecher des Bistums Regensburg

(Josef Bordat)

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