Stall und Steinigung

26. Dezember 2011


Am Tage nach Weihnachten, dem Stephanstag, dessen Verbindung zu Weihnachten hierzulande durch die Bezeichnung „Zweiter Weihnachtstag“ deutlich wird, feiert die Kirche den ersten Märtyrer. Der Diakon Stephan wird gesteinigt. Er gibt sein Leben für das Kind im Stall. Zehntausende tun es ihm auch 2000 Jahre später Jahr für Jahr gleich. Auch an Weihnachten.

Wir feiern Weihnachten. Wir feiern Stephan. Und wir feiern die Märtyrer unserer Tage. Das ist keine Leid- oder gar Gewaltverherrlichung, sondern das Annehmen einer Wirklichkeit, die man nur deswegen feiern kann, weil man glaubt, dass das letzte Wort nicht in ihr gesprochen wird, sondern in der Wirklichkeit Gottes, auf die wir hoffen dürfen. In jener anderen Wirklichkeit bricht dann der wahre Friede – Sein Friede – an, der den Menschen zu Weihnachten verkündet wird. Den Menschen guten Willens.

(Josef Bordat)

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