An die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Marsch für das Leben“ in Berlin

17. September 2012


Ich grüße alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Marsch für das Leben“ in Berlin und danke Ihnen für Ihre Demonstration des Willens, als Bürger und als Christen für das menschliche Leben einzustehen, in welcher Gestalt es uns auch immer begegnen mag.

Als Bürger ist es unsere Aufgabe, hinter dem Recht unseres Staates zu stehen und jeden Rückfall in eine Mentalität, die durch dieses Recht überwunden werden sollte, zu erkennen und zu verhindern. Dass Abtreibung auch in unserem säkularen Rechtssystem eine Strafsache ist, wird gerne übersehen. Ebenso, dass wir uns mit Formen pränataler Selektion auf bestimmte Kriterien hin, etwa dem Vorliegen einer Behinderung, in den Schatten der Vergangenheit stellen. Gut, dass Sie drauf hinweisen und damit der Selbstverständlichkeit lebens- und menschenfeindlicher Tendenzen in unserem Land entgegentreten.

Als Christen ist es unsere Aufgabe, das Gebot Gottes zu achten und ihm zur Beachtung zu verhelfen. Du sollst nicht töten, ist ein solches Gebot Gottes. Als Christen ist es zudem unsere Aufgabe, denen eine Stimme zu geben, die keine haben. Wenn dann noch die, die keine Stimme haben, zum Opfer einer Übertretung des Gebotes Gottes werden, ist es unsere Aufgabe als Christen, auf diesen Umstand aufmerksam zu machen. Dass Sie dies am Samstag Nachmittag tun, ist ein wichtiges Zeichen.

Ich wünsche dem „Marsch für das Leben“ ein gutes Gelingen, insbesondere einen störungsfreien, sicheren Verlauf, und danke von Herzen allen Menschen, die dazu beitragen!

(Josef Bordat)

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