Erst Kritik, dann Entlassung. Alltag in Vietnam

1. März 2013


Ein Journalist verlor seinen Job, weil er in seinem Blog ein Politikeräußerung kritisierte. Ein Fall, der den Repressionsalltag in der Sozialistischen Republik Vietnam illustriert.

Wie das Deutschland Radio mitteilt, hatte der 29jährige Nguyen Dac Kien die Korruption im Lande angeprangert und damit auf eine Äußerung des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei, Nguyen Phy Trong, reagiert, der davon gesprochen hatte, er beobachte „moralische und ideologische Rückschritte“ – Rückschritte der Bevölkerung, versteht sich, einer Bevölkerung, die mit dem Mute der Verzweiflung immer offener politische Reformen einfordert.

Ein vietnamesischer Bekannter, der mich auch auf diesen neuerlichen Verstoß gegen die Menschenrechte aufmerksam machte, meinte, dass in Vietnam der Widerstand gegen die Diktatur von Tag zu Tag größer und stärker wird – trotz der Unterdrückung.

Wir dürfen das vietnamesische Volk nicht allein lassen, sondern sollten uns deutlich vernehmbar hinter die Forderung nach Freiheit, Demokratie und Achtung der Menschenrechte  stellen.

(Josef Bordat)

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