Die Steinigung des Stephanus

16. April 2013


Ihr Halsstarrigen, ihr, die ihr euch mit Herz und Ohr immerzu dem Heiligen Geist widersetzt, eure Väter schon und nun auch ihr. Welchen der Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Sie haben die getötet, die die Ankunft des Gerechten geweissagt haben, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr durch die Anordnung von Engeln das Gesetz empfangen, es aber nicht gehalten habt. Als sie das hörten, waren sie aufs äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er. (Apostelgeschichte 7, 51-60. 8, 1a)

Der Diakon Stephan gibt sein Leben für Christus. Millionen tun es ihm gleich. Bis heute.

Steinigung des Stephanus. Hochmittelalterliche Wandmalerei, Romanische Abteilung des MNAC, Barcelona. - Foto: JoBo, 04-2013.

Steinigung des Stephanus. Hochmittelalterliche Wandmalerei, Romanische Abteilung des MNAC, Barcelona. – Foto: JoBo, 04-2013.

Wir feiern Stephan. Und wir feiern die Märtyrer der Geschichte und die Märtyrer unserer Tage. Wir nennen sie Heilige. Das ist keine Leid- oder gar Gewaltverherrlichung, sondern das Annehmen einer Wirklichkeit, die man nur deswegen feiern kann, weil man glaubt, dass das letzte Wort nicht in ihr gesprochen wird, sondern in der Wirklichkeit Gottes, auf die wir hoffen dürfen – durch den, für den sich die Märtyrer opfern: Christus.

(Josef Bordat)

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