1000plus. Neue Entwicklungen

14. Mai 2014


Es gibt neue Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Umgang der Katholischen Kirche in Deutschland mit dem Lebensschutzprojekt 1000plus des Vereins Pro Femina.

Nach faktischen Mitwirkungsverboten für Pfarreien der Diözesen Augsburg, Speyer und Freiburg seitens der (erz-)bischöflichen Ordinariate gibt es nun offenbar Unterstützung aus dem Bistum Eichstätt und zumindest keine Missbilligung aus dem Bistum Regensburg – Ausrichter des Katholikentags, der Ende des Monats stattfindet. Soweit die gute Nachricht.

Die schlechte folgt jedoch sogleich: Nach Angaben von Pro Femina seien alle Caritas-Direktoren aufgefordert worden, „sich an die Bistumsleitungen zu wenden und bei diesen ein Schreiben an die Gemeindeleitungen anzuregen, damit 1000plus keine ‚Werbeplattform für das Einwerben von Spendenmitteln‘ mehr gewährt würde“. Die Tagespost titelt daraufhin, die Caritas dränge „auf ein Sammelverbot“.

Lesenswert inmitten dieses unschönen, unverständlichen und nach meiner Einschätzung völligen überflüssigen Hick-Hack um eine unterstützenswerte Einrichtung mit einem klaren christlichen Profil für das Leben ist die Stellungnahme Harald Stollmeiers im Moralblog, der einen Bogen spannt von 1000plus zu übergreifenden Fragen des Katholischseins.

Auf die nächsten Ereignisse rund um 1000plus darf man gespannt sein. Wenn es stimmt, dass jede Nachricht, auch die schlechte, den Bekanntheitsgrad steigert, dann dürfte Pro Femina in katholischen Kreisen bald so populär sein wie John Lennon in Liverpool.

(Josef Bordat)

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