Südkorea

15. August 2015


Es ist ein seit Jahren zu beobachtendes religionssoziologisch hochinteressantes Phänomen: die Entwicklung der Katholischen Kirche und des Christentums insgesamt im Süden der koreanischen Halbinsel.

Im Boom-Land Südkorea, in dem sich das Pro-Kopf-Einkommen in den letzten 60 Jahren von etwa 200 US-Dollar auf rund 21.000 US-Dollar mehr als verhundertfacht hat und in dem es heute eine stabile Demokratie und eine der größten Volkswirtschaften der Erde gibt (Südkorea gehört zu den G20-Staaten), steigt nämlich – gängigen Säkularisierungstheorien zum Trotz – die Zahl der Katholiken kontinuierlich an. Derzeit sind es rund 5,6 Millionen Gläubige (elf Prozent). Zusammen mit den etwa 12,2 Millionen Protestanten (24 Prozent) bilden die Christen die größte Religion in Südkorea, noch vor dem Buddhismus (23 Prozent). Gerade in der Hauptstadt Seoul und im benachbarten Incheon (die Region „Großraum Seoul“ ist eine Megametropole mit rund 12 Millionen Einwohnern) ist das Christentum mit fast 40 Prozent Bevölkerungsanteil sehr stark vertreten, stärker als in Berlin (30 Prozent).

Heute ist der südkoreanische Nationalfeiertag, zum Gedenken an die Unabhängigkeit von Japan, die am 15. August 1948 durch die Gründung der Republik Korea erreicht wurde.

(Josef Bordat)

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