Koch und Co.

16. September 2015


In Berlin ist am Samstag einiges los.

Ein neuer Erzbischof wird feierlich in sein Amt eingeführt: Heiner Koch. Den Eid auf die Landesverfassung hat er bereits abgelegt und dabei betont, ein Hirte für alle Berlinerinnen und Berliner sein zu wollen. Die Kirche habe nämlich auch die Aufgabe, öffentlich zu wirken und dabei gesellschaftlich relevante Themenfelder zu bearbeiten. Kochs Rezept: Auf den kulturellen und menschlichen Reichtum der Stadt schauen, nicht nur auf die materielle Armut. So könne die Kirche in diese Stadt der „Gottesarmut“ hinein die Botschaft verkünden „von dem Gott, der mit uns arm wurde, damit unser Leben mit ihm reich werde“. Der feierliche Gottesdienst zur Amtseinführung findet um 11.00 Uhr in der St. Hedwigs-Kathedrale statt; der Einlass ist nur mit Eintrittskarte möglich. Diese kann (oder konnte) form- und kostenlos über das EBO bestellt werden.

Der traditionelle ökumenische Schiffergottesdienst findet statt. Dazu lädt der Berliner Arbeitskreis Kirche und Sport und die Evangelische Binnenschiffergemeinde Berlin und Brandenburg ein, numehr schon zum 34. Mal. Der Gottesdienst findet um 14.30 Uhr in der Havelbucht vor der „Heilandskirche im Port“ in Potsdam-Sacrow statt. Zur Teilnahme braucht man zwar keine Eintrittskarte, aber ein Boot ist von Vorteil. Besucher können allerdings auch das Fahrgastschiff „Berolina“ zur Hin- und Rückfahrt nutzen. Es legt um 12.00 Uhr in Spandau ab, die Rückkehr ist gegen 17.15 Uhr vorgesehen. Für die Überfahrt wird ein Kostenbeitrag von 4 Euro erhoben, für Unterhaltung auf der Fahrt sorgt der Schifffahrtschor Berlin. Wer zu Fuß gehen möchte, kann sich der Evangelischen Sportarbeit Berlin-Brandenburg anschließen, die ab 10.45 Uhr eine sieben Kilometer lange Wanderung zum Gottesdienst in Angriff nehmen wird. Treffpunkt ist die Bushaltestelle Pfaueninselchaussee. Eine Rückfahrt nach Spandau auf dem Fahrgastschiff ist möglich.

Wer weder Hobbysegler oder passionierter Wanderer ist noch eine der begehrten Eintrittskarten für die Amtseinführungsveranstaltung ergattern konnte, der kann immer noch zum Marsch für das Leben gehen. Der ist offen für alle – ohne Anmeldung, ohne Eintrittskarte, ohne Bootsführerschein. Außerdem ist er kostenlos, aber sicher nicht umsonst. Start ist um 13.00 Uhr vor dem Bundeskanzleramt. Die Wegstrecke ist mit knapp fünf Kilometern auch nicht ganz so lang und zum Abschluss (gegen 15.30 / 16.00 Uhr) gibt es ebenfalls einen ökumenischen Gottesdienst. Herzliche Einladung!

(Josef Bordat)

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