Vietnam. Zahl der Christen steigt

23. November 2015


Unter Verfolgung.

Gottes Wege führen auch durch Vietnam. Die Zahl der Christen nimmt dort – trotz staatlicher Repression – stetig zu. Das berichtete der Leiter des christlichen Hilfswerks Open Doors Deutschland, Markus Rode, auf dem Kongress „Christenverfolgung heute“ in Schwäbisch Gmünd.

Wie die Menschen zum Glauben kommen, ist eine spannende Frage, auf die es noch spannendere Antworten gibt. Sicher gibt es auch die „klassische Mission“ in der direkten Begegnung von Christ zu Noch-Nicht-Christ, aber auch die – mehr oder minder – modernen Medien spielen eine Rolle.

So hatte die kommunistische Regierung einer vietnamesischen Volksgruppe, die als Minderheit verfolgt wird, weil sie im Vietnamkrieg die USA unterstützt hat, kollektive Umerziehung durch staatliches Radioprogramm verordnet. Die Empfangsgeräte wurden geliefert, der Propagandasender der Regierung war voreingestellt.

Nun begab es sich aber, dass ein christlicher Radiosender seine Arbeit aufnahm und die Menschen diesen zu hören begannen. Offenbar war das Programm überzeugend: Gerade aus dieser Volksgruppe fanden besonders viele Vietnamesen den Weg zum Christentum.

Trotz der Probleme, die damit verbunden sind. Denn: Religionsfreiheit gibt es in Vietnam nur auf dem Papier. In Wirklichkeit werden Religionsgemeinschaften kontrolliert und ihre Repräsentanten verfolgt und eingesperrt, wenn sie zu einflussreich werden. Derzeit sind mehr als sechzig religiöse Würdenträger in Haft, weil sie religiöse Würdenträger sind.

Für die Zukunft braucht Vietnam Religionsfreiheit. Oder größere Gefängnisse.

(Josef Bordat)

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