Kill. And kill.

4. Dezember 2015


Folgendes Foto verblüfft. Im ersten Moment.

Why

Bei allem, was im ersten Moment verblüfft, lohnt sich ein zweiter Blick.

Derart zugespitzt wird jede Form der gewaltsamen Intervention absurd. Soll es wohl auch. Und grundsätzlich hege ich tiefe Sympathie für eine Welt ohne Gewalt und für einen Umgang miteinander, der nicht Gleiches mit Gleichem vergilt.

Aber man darf hier nicht den Fehler machen, „to kill“ als Bezeichnung an sich gleichförmiger Handlungen anzusehen. „The Nazis killed Jews.“ und „Stauffenberg tried to kill Hitler to stop the Nazis killing Jews.“ zeigt wohl deutlich den Unterschied. Qualitativ. Quantitativ.

Wenn Mord aber Mord ist, und jeder Mord gleichermaßen Mord, dann ist auch der Tyrannenmord Mord. Ist er aber nur, insoweit am Ende jemand stirbt. Dennoch wird der Tyrannenmord zumindest juristisch ganz anders behandelt und müsste auch moralisch ganz anderes bewertet werden.

Das bedeutet nicht, dass man nun kritiklos jeder Form von gewaltsamer Intervention zustimmen sollte. Das bedeutet nur, dass man es sich mit der Ablehnung gewaltsamer Interventionen nicht so leicht machen kann. Wir wollen schließlich beides – erstens: Krieg verhindern, zweitens: Auschwitz aber auch.

Manchmal geht das nicht. Ganz. Ohne Gewalt.

(Josef Bordat)

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