Korrektur

21. Dezember 2015


In diesem Text hatte ich behauptet, rund zwei Drittel der stimmberechtigten Slowenen hätten gegen ein Gesetz votiert, das die Homo-Ehe erlaubt. Das ist falsch. Richtig ist, dass zwei Drittel der abstimmenden Slowenen gegen das Gesetz votierten.

Wahr ist aber auch: 1. Alle stimmberechtigten Slowenen hatten die Möglichkeit abzustimmen; wer diese nicht wahrnimmt, darf sich hinterher nicht über das Ergebnis beschweren. 2. Es ist unüblich, die Prozentwerte der Zustimmung zu Positionen und Parteien bei Wahlen und Abstimmungen auf die Grundgesamtheit der Stimmberechtigten zu beziehen (oder gar auf die Bevölkerung insgesamt) und nicht auf die Zahl der tatsächlich Abstimmenden. Warum das hier allenthalben geschieht, nicht aber bei Landtagswahlen in Ostdeutschland, wäre eine eigene Untersuchung wert.

Dennoch bedauere ich es sehr, wenn ich Menschen durch die fehlerhafte Formulierung in die Irre geleitet habe und bitte um Entschuldigung. Zugleich danke ich den vielen aufmerksamen Leserinnen und Lesern, die den Fehler bemerkt haben.

(Josef Bordat)

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