Zeichen erkennen, Wege beginnen, zur Anbetung niederknien

25. Dezember 2015


Berlins Erzbischof Koch erklärt die Haltung der Hirten

In seiner Predigt in der Christmette stellte Berlins Erzbischof Dr. Heiner Koch die Hirten in den Vordergrund, die mit ihrer Haltung der Geburt Jesu gegenüber ein Vorbild für uns Christen sein können.

Zum ersten, so Koch, erkennen die Hirten die Zeichen hinter den sichtbaren Erscheinungen. Sterne und Licht werden richtig gedeutet, im Bewusstsein, dass unsere Wahrnehmung der Dinge nicht das Ende, sondern der Anfang von Weltdeutung ist. Auch wir müssen die sakramentale Dimension der Wirklichkeit erkennen, die tiefe Realität, Gott in der Welt.

Dann gehen die Hirten los, sie machen sich auf den Weg, brechen auf. Wer wie Herodes, der in seinem Palast sitzen bleibt, nur andere suchen lässt, kann selbst keine Gotteserfahrung machen. Die Hirten begegnen Gott auch deshalb, weil sie zu ihm gehen. Wer nicht losgeht, sich nicht führen lässt, so Koch, kann auch Gott nicht nahe kommen.

Schließlich knien die Hirten vor dem Kind, das sie finden, nieder, um es anzubeten. Die Anbetung ist die richtige Schlussfolgerung des demütigen Gottsuchers. Das Niederknien und Gott groß sein lassen ist die erste und wichtigste Aufgabe des Christen. Die Hirten, so Koch, haben es vorgemacht.

(Josef Bordat)

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