Leben, Werk und Wirken eines ganz besonderen Hirten

23. Januar 2016


Heute vor 22 Jahren verstarb Klaus Hemmerle, Bischof von Aachen.

Von Männern der Kirche wünscht man sich die sichtbare Einheit von Leben und Lehre. Sie sollen sagen, was sie tun, und tun, was sie sagen. Man wünscht sich außerdem, dass sie die Einheit der Christen befördern, denn nur in dieser Einheit ist das Zentrum des Glaubens erkennbar – der eine Gott und der eine Herr. Und wenn sie schließlich noch die Menschen in ihrem Wirkbereich , seien es Christen, Anders- oder Nichtgläubige, zu kleinen Schritten auf dem Weg zueinander befähigen und auf das Ziel der Einheit orientieren, dann kann man wohl von einer gelungener Nachfolge Christi sprechen. Oder schlicht von einem „guten Hirten“. Klaus Hemmerle (1929-1994), ab 1975 Bischof von Aachen, war solch ein Priester. Heute vor 22 Jahren verstarb er.

Wilfried Hagemann hat 2008 eine Biographie über Klaus Hemmerle veröffentlicht, die ich hier vor einigen Jahren schon vorgestellt hatte. Klaus Hemmerle hat sich nicht nur als Theologe und Kirchenmann einen Namen gemacht, als Prediger und Fachautor, berühmt und beliebt sind auch seine Gedichte und Aphorismen. So hinterließ er zahlreiche Betrachtungen, nicht immer zu theologischen Themen. Oft hat er sich hingesetzt und Briefe geschrieben – keine Hirtenbriefe, sondern ganz persönliche Briefe an Menschen, die ihn um Rat gefragt hatten. Durch sämtliche Textgattungen zieht sich ein federleichtes Spiel mit der Sprache, mit dem Klaus Hemmerle den Menschen auch das Schwere verständlich zu machen versuchte. Seine Texte sind auf der Klaus Hemmerle-Website online zugänglich, nebst vielen weiteren Informationen zu seinem Leben, seinem Werk und seinem Wirken.

(Josef Bordat)

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