Woher die Kinder (wirklich) kommen

5. Februar 2016


Zwei noch viel neuere Bücher erklären in kindgerechter Weise, wie Kinder zur Welt kommen.

Das erste heißt „Peter soll perfekt sein“ und behandelt auf einfühlsame Weise das Thema vorgeburtliche Selektion, ohne unnötige historische Verweise. Geschwister Twista ist ein kränkliches Kind mit drei minus in Mathe. Das Elter 2 wünscht sich daher ein anderes. Damit Peter perfekt wird, haben seine sieben Mamis das beste aus ihren Eizellen bei Dr. Smith abgegeben. Der Doktor sorgt nun dafür, dass Peter nicht behindert ist. Später guckt er dann immer mal wieder auf das Baby, wie es sich entwickelt. Denn die Mamis können es immer noch wegmachen lassen und einen neuen Versuch starten. Das ist alles im Preis enthalten. Wegen der komplizierten Rechtslage eignet sich dieses Buch für Kinder ab fünf.

„Nada hilft Onkel Günther“ ist ein liebevoll geschriebenes Bilderbuch für Kinder ab drei. Es erzählt, wie Onkel Günther und sein Freund Karl-Heinz ein Kind bekommen. Dabei hilft ihnen Nada. Nada kommt aus einem Dorf in Thailand und ist Leihmutti. Günther und Karl-Heinz haben sie aus einem Katalog. Der ist ganz bunt und dick. So wie bald auch Nada. Als das Baby kommt, fliegen die Papis nach Bangkok. Da ist die Überraschung groß: Es sind Drillinge! Da Onkel Günther und sein Freund Karl-Heinz aber noch genügend Zeit haben wollen für Opernbesuche und Helikopterski, nehmen sie nur eins der Babys mit – natürlich das schönste! Dass sich Leihmutti Nada daraufhin das Leben nimmt, wird nicht unnötig thematisiert.

„Peter soll perfekt sein“ und „Nada hilft Onkel Günther“ eignen sich hervorragend für den Unterricht in Vor- und Grundschule.

(Josef Bordat)

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