Der seltene Tag

29. Februar 2016


Der 29. Februar kommt nur alle vier Jahre vor. Den Grund dafür mag man irgendwo recherchieren. Es hat etwas damit zu tun, dass die Erde für einen Sonnenumlauf nicht exakt 365 Tage benötigt, sondern etwas mehr. Papst Gregor XIII. hat daher 1582 unserem Kalender gleich zehn Schalttage verordnet.

Seitdem gibt es in allen ganzzahlig durch vier teilbaren Jahren den ominösen Zuschlag – abgesehen von den Jahrhunderten, die nicht durch 400 teilbar sind. Das Jahr 2100 wird also – schon mal vormerken – kein Schaltjahr sein.

Die Besonderheit im Kalender hat in der Geschichte immer schon lustige Blüten getrieben. Betroffen sind natürlich alle Menschen, die am 29. Februar Geburtstag haben. Die sind dann neun Jahre alt, wenn sie habilitieren. Und heiraten mit sieben. Also: Allen, die heute Geburtstag haben, meine vierfachen Glückwünsche!

Apropos Ehe: In Schottland durften am 29. Februar aufgrund eines Erlasses der Königin die Frauen Heiratsanträge machen. Die gefragten Männer hatten nur zwei Möglichkeiten: den Antrag anzunehmen oder aber nach dessen Ablehnung eine Strafe zu bezahlen. Für die Frau so etwas wie eine Win-Win-Situation.

Noch heute ist der 29. Februar in Großbritannien ein beliebter Tag für die Frage aller Fragen. Heiraten will hingegen kaum jemand am 29. Februar. Obwohl – nur alle vier Jahre Hochzeitstag. Vor allem einen, den man sich merken kann. Auch nicht schlecht.

So selten der 29. Februar ist – leider geschahen auch an diesem Datum Dinge, an die wir uns schmerzlich erinnern: Vor zwanzig Jahren stürzte ein aus Lima kommendes peruanisches Flugzeug beim Landeanflug auf Arequipa ab. 123 Menschen starben.

(Josef Bordat)

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