Karfreitag. Und es geht weiter

26. März 2016


Was macht eigentlich ein Terrorist zu Ostern? Zunächst: Er bleibt beim Karfreitag stehen. Der Karfreitag ist das Ostern des Bösen. Das Ende ist das Ende. Der Fahnenstange. Für Terroristen. Oder für einen anonymen Drohmailschreiber.

Es ist schade, wenn man nur den Karfreitag kennt, nur auf den Karfreitag baut, sich auf den Karfreitag freut als Höhepunkt des Kirchenjahres. Und Ostern übersieht. Aber so ist das wohl: Einem anonymen Drohmailschreiber passt Ostern nicht ins Konzept. Der will nicht Hoffnung, sondern Schrecken. Nicht Leben, sondern Tod. Nicht Liebe, sondern Macht.

Mail_Karfreitag

Wir sollen uns von der Angst nicht beherrschen lassen, sagt Kardinal Marx am Karfreitag mit Blick auf Brüssel. Sonst habe der Terror sein Ziel erreicht. Ich nehm’s als Tipp für Blogger. Obwohl die nach Marx – aber lassen wir das. Sonst kommt am Ende des Karfreitages noch heraus, dass anonyme Drohmailschreiber einem katholischen Blogger mehr Bedeutung beimessen als die Katholische Kirche in Deutschland.

Das sind schon komische Zeiten, in denen wir leben! Was ist eigentlich noch sicher? Dass morgen Ostern ist! Dass damit der Karfreitag das Ende vom Ende ist. Und Ostern ein Anfang. Es geht weiter! Und dass wir in dieser Gewissheit vom Kreuz her stets eine Antwort auf Terror und anonyme Drohmails parat haben: Gelassenheit. Und Liebe.

(Josef Bordat)

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