Amoris Laetitia. Die Freude der Liebe

8. April 2016


Kaum ist Papst Franziskus‘ nachsynodales Schreiben Amoris Laetitia („Die Freude der Liebe“ oder „Der Liebe Freude“) veröffentlicht, hagelt es bereits Kommentare, Beurteilungen und Einschätzungen. Es erstaunt mich immer wieder, wie schnell einige Menschen sehr lange Texte zu äußerst komplexen Sachverhalten lesen, verstehen und geistesgeschichtlich einordnen können.

Da ich über diese Gabe leider nicht verfüge, bin ich für den Moment auf Dritte angewiesen. Jemand, dem ich auch kurzfristig eine zielsichere Rezeption zutraue, ist mein Bischof Heiner Koch. Er sieht das Schreiben „als eine große Einladung an die Kirche vor Ort, uns noch mehr zu engagieren für Ehen und Familien, im Alltag unserer Gemeinden, in der Ehevorbereitung, in der Begleitung von Eheleuten, aber auch in der Zuwendung zu wiederverheiratet Geschiedenen und Alleinerziehenden“, wie das Erzbistum Berlin in einer Pressemitteilung verlauten lässt.

Der Papst selbst hofft, „dass jeder sich durch die Lektüre angeregt fühlt, das Leben der Familien liebevoll zu hüten“ und wünscht sich, die Gläubigen – insbesondere „die in der Familienpastoral Tätigen“ – mögen sich in den 300-Seiten-Text „Abschnitt für Abschnitt geduldig vertiefen“ (Nr. 7). Dann tun wir das mal. Aus Freude an der Liebe.

(Josef Bordat)

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