Steyler Missionsschwester angeschossen

18. Mai 2016


In der Nacht auf Pfingstmontag wurde die im Südsudan tätige Steyler Missionsschwester Veronika Racková angeschossen. Das berichtet die Ordensgemeinschaft auf ihrer website.

Schwester Veronika ist in der Betreuung von Kranken tätig. Der Vorfall ereignete sich, als der Wagen, mit dem sie einen Kranken zur Notfallversorgung in ein Krankenhaus bringen wollte, nachts in eine Straßenblockade geriet.

Schwester Veronika erlitt einen Bauchschuss. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht und zweimal operiert. Zur Weiterbehandlung ihrer Verletzungen wurde Schwester Veronika nach Kenia ausgeflogen. Ihr Zustand wird von ihrem Orden als „kritisch“ bezeichnet.

Selbstverständlich kann man an dieser Stelle einen Vorwurf erheben: Warum, Steyler Missionsschwestern im Südsudan, bleibt ihr, wenn es da so gefährlich ist? Regelmäßig wird dieser Vorwurf insbesondere dort laut, wo man sich sonst darüber einig ist, die Kirche tue nichts für Menschen in Not.

In dem Bericht zu dem Vorfall kommt das Opfer selbst zu Wort: „Jemand fragte mich, warum wir unter diesen Umständen bleiben würden. Ja, warum? Weil Jesus seinen Weg konsequent gegangen ist. Er hat nicht aufgegeben, als es schwierig wurde. Er hat Entbehrung und Leiden angenommen und sein Kreuz getragen, bis ans Ende. Er war dem Willen des Vaters gehorsam. Er bewegte sich ständig unter den Menschen und hat sie nicht abgewiesen. Er war sogar bereit, den Tod anzunehmen, denn er hat die Menschen geliebt – grenzen- und bedingungslos. Als Jüngerin Jesu folge ich ihm in der Kraft des Heiligen Geistes. Ich kann die Menschen im Südsudan nicht verlassen, weil ich sie liebe.“

Beten wir für Schwester Veronika Racková. Beten wir um Frieden und Versöhnung für den Südsudan. Unterstützen wir die dafür so wichtige und wertvolle Arbeit der Steyler Missionarinnen tatkräftig – durch unser Gebet und unser Geben. Und: Erzählen wir davon.

(Josef Bordat)

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