Aktion Saubere Handys

4. November 2016


Mit dem Verkauf von Smartphones werden allein in diesem Jahr etwa 400 Milliarden US-Dollar umgesetzt, rund 12 Milliarden US-Dollar sind es in Deutschland. Etwa 28 Millionen dieser „intelligenten Mobiltelefone“ gehen hierzulande im Jahr 2016 über die Ladentheke. Jedes dieser Geräte enthält Coltan.

Der Run auf wertvolle Mineralien wie Coltan oder Gold ist rücksichtslos. Dort, wo es diese Rohstoffe gibt, wird es gewalttätig. Ihr Abbau wird von mafiösen Strukturen und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen begleitet. Rebellengruppen finanzieren ihren Kampf mit den begehrten Resourcen. So wie im Kongo, wo längst ein Coltan-Krieg herrscht.

Am anderen Ende steht der Konsument im fernen Europa, in den USA, in Asien. Dieser will sein Smartphone leistungsfähig und preiswert. Letztlich hat nur er die Chance, Veränderungen herbeizuführen – durch Druck auf die Hersteller und Vermarkter von Mobiltelefonen. Dazu gibt es nun eine gute Gelegenheit.

Das katholische Hilfswerk missio ruft im Rahmen der Aktion Schutzengel alle Handynutzer dazu auf, mit der Unterschriftenkampagne Aktion Saubere Handys an führende Mobilfunkunternehmen zu appellieren, auf die Herkunft der verwendeten Rohstoffe zu achten.

Das Ziel der Kampagne: Nokia, Apple, Samsung und RIM (BlackBerry) sollen zukünftig garantieren, dass ihre Handys wirklich sauber sind und die Unternehmen kein illegales Coltan aus dem Kongo verwenden, mit dem dort der Krieg finanziert wird.

Mehr Informationen zum Thema „Kongo, Krieg und unsere Handys“ finden Sie auf der Aktionsseite von missio. Dort gibt es auch eine Hinweis auf die ZDF​-Doku „Goldkinder – Der Konflikt um wertvolle Mineralien“, die am 8.11. um 22:15 Uhr läuft.

(Josef Bordat)

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