Ankunft Christi

30. November 2016


Advent heißt Ankunft. Doch was heißt „Ankunft“? Gott kommt in die Welt. Er schickt keinen Boten, keinen Propheten, Er kommt selbst (vgl. Jes 35, 4). Er kommt bei uns an. Zumindest theoretisch, denn wir, die Seinen, lehnen Ihn ab (vgl. Joh 1, 11). Ganz praktisch. Zwischen ankommen und aufgenommen werden liegen Welten.

Die Ankunft erscheint dabei vor drei verschiedenen Horizonten: der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart. Die historische Ankunft ist die, von der Weihnachten handelt. Die Sache mit dem Baby im Stall. Dann hören wir in den ersten Tagen des Advent die Zukunftsmusik von der Ankunft des verherrlichten Christus am Ende der Zeiten, Gericht inklusive. Und schließlich stellt sich die Frage: Wo und wie kommt Jesus bei uns an – hier und jetzt?

Diese Frage vor dem Horizont unserer Gegenwart ist wohl die unbequemste. Wir können ihr nicht durch Verklärung oder Vertröstung ausweichen, weder durch Romantik, noch durch Hochtheologie entkommen. Sie stellt sich ganz konkret, vor allem da, wo Menschen ankommen wollen und es an uns liegt, ob sie auch angenommen werden.

(Josef Bordat)

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