Die Grenzen katholischer Weite

1. Dezember 2016


Ich bin sehr dankbar dafür, dass Menschen in der Blogozese, jenem losen Netzwerk katholischer Publizistinnen und Publizisten, Erfahrungen mitteilen, die man selbst nicht machen konnte und – retrospektiv geurteilt – auch nicht hätte machen wollen. So wie jene, über die Claudia Sperlich und Tobias Klein berichten.

So beruhigend es ist, dass man, um für die Äußerung katholischer Positionen beschimpft zu werden, weder einen Internetanschluss benötigt, noch bis Mitte September warten muss, so beunruhigend ist es dann doch, dass dafür die Kirche schon selber sorgt. Im Ernst und mit Klein: „Man darf oder muss sich aber wohl doch fragen, ob es [für Toleranz und Offenheit gegenüber vom kirchlichen Lehramt abweichenden Meinungen, J.B.] nicht irgendwo Grenzen geben müsse. Wenn es bei einer von kirchlichen Verbänden verantworteten Veranstaltung im Pfarrsaal einer katholischen Pfarrgemeinde nicht mehr möglich ist, eindeutige Positionen des kirchlichen Lehramts auch nur anzusprechen […] dann ist diese Grenze wohl erreicht.“

Nicht nur wegen dieser spannenden Frage sind die Texte lesens- und bedenkenswert!

(Josef Bordat)

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: