Der Konflikt um Vietnam

19. Dezember 2016


Heute vor 70 Jahren begann der Konflikt um Vietnam

Mit einem Angriff der Viet-Minh-Milizen auf französische Besatzungstruppen in Hanoi begann am 19. Dezember 1946 der Indochinakrieg. Der Führer der vietnamesischen Truppen, Ho Chi Minh, hatte im Jahr davor die Unabhängigkeit des Landes ausgerufen.

Frankreich und die sio genannte „Demokratische Republik Vietnam“ verhandelten über eine Lösung des Interessenskonflikts. Als die Verhandlungen scheiterten, befahl Ho Chi Minh den Angriff auf Hanoi und leitete damit einen langen militärischen Konflikt ein, der bis 1975 dauern sollte und bis heute spürbare Folgen zeitigt.

In Übereinstimmung mit den Beschlüssen der Genfer Indochina-Konferenz räumten die Franzosen ab dem 8. Oktober 1955 Vietnam. Der neunjährige Indochinakrieg ging damit zuende. Er brachte die Teilung des Landes in einen kommunistischen Norden und einen freien Süden.

Nur wenige Wochen später begann ein noch größerer Krieg um die Vorherrschaft in Vietnam, der zwanzig Jahre dauerte und mit der „Wiedervereinigung“ des Landes unter kommunistischer Herrschaft endete. Dem Vietnamkrieg fielen etwa fünf Millionen Menschen zum Opfer.

Heute führt das kommunistische Regime auf seine Art einen Krieg gegen die Freiheit. Wer sich kritisch äußert, muss damit rechnen, inhaftiert zu werden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sitzen derzeit Dutzende Dissidenten – Journalisten, Blogger, Priester – wegen Kritik an der kommunistischen Diktatur im Gefängnis.

(Josef Bordat)

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