Taufe

7. Januar 2017


Mit der Taufe Jesu endet die Weihnachtszeit. Aus dem Baby ist inzwischen ein junger Mann geworden – entschlossen, Sein Leben ganz Gott zu geben. Der Sohn will Zeugnis ablegen für den Vater. Er wendet sich zu Beginn an den, der Zeugnis ablegte für Ihn, um sich von ihm taufen zu lassen. Jesus kommt zu Johannes, wie schon Maria zu Elisabeth gekommen war.

Jesus lässt sich mit vielen anderen Menschen von Johannes taufen. Es wird klar: Er ist einer von ihnen, ganz Mensch. Und dann öffnet sich der Himmel. Gott beglaubigt Jesus als Seinen Sohn durch das Band, das Vater und Sohn verbindet, den Heiligen Geist. Es wird deutlich: Dieser Mensch ist zugleich ganz Gott.

Mit der Taufe gibt Johannes einen letzten entscheidenden Hinweis auf Jesus als Messias, denn der Geist Gottes besiegelt den Akt, der damit zum Zeichen der Aufnahme in die Gemeinschaft derer wird, die zu Christus halten. Mit der Taufe wird man, wie der emeritierte Papst Benedikt XVI. es einmal gesagt hat, „in einen Freundeskreis aufgenommen“, der einen „nie verlassen wird“.

Johannes und Jesus, zwei aus dem Freundeskreis, zwei aus der Familie Gottes, haben im Jordan begonnen, was auch heute noch Jahr für Jahr weltweit zig Millionen mal praktiziert wird: die Taufe. Stets im festen Glauben, dass der Mensch dadurch Kind Gottes werden kann, im Vertrauen darauf, dass sich Gott in jedem einzelnen Fall dem Täufling zuspricht: Das ist mein geliebter Sohn, das ist meine geliebte Tochter.

Darauf fußt die Gewissheit, dass mit der Taufe mehr verbunden ist als ein „Willkommen im Club!“, nämlich eine Heimkehr in eine Gemeinschaft auf Ewigkeit, eine Gemeinschaft mit Gott, wie sie Johannes und wie sie – in ganz besonderer Weise – Jesus hatte.

(Josef Bordat)

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