Theodosius der Große

11. Januar 2017


Heute vor 1670 Jahren wurde Theodosius der Große geboren. Der letzte gesamtrömische Kaiser setzte sich Ende des vierten Jahrhunderts sehr für die Verbreitung des Christentums ein.

Auf dem Konzil von Konstantinopel (381) beendet Theodosius die Streitigkeiten zwischen west- und oströmischen Christen und lässt das erste christliche Glaubensbekenntnis formulieren, das Nicäno-Konstantinopolitanum; „Nicäno“ deshalb, weil es auch Gedanken des Konzils von Nicäa (325) aufnimmt. Es wurde auf dem Konzil von Chalcedon (451) als verbindliches Bekenntnis der Christenheit beschlossen.

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Credo in unum Deum, / Patrem omnipotentem, / factorem cæli et terræ, / visibilium omnium et invisibilium. // Et in unum Dominum Iesum Christum, / Filium Dei Unigenitum, / et ex Patre natum ante omnia sæcula. / Deum de Deo, / lumen de lumine, / Deum verum de Deo vero, / genitum non factum, /consubstantialem Patri: / per quem omnia facta sunt. / Qui propter nos homines et propter nostram salutem / descendit de cælis. *Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine, / et homo factus est.* / Crucifixus etiam pro nobis sub Pontio Pilato; / passus et sepultus est, / et resurrexit tertia die, secundum Scripturas, / et ascendit in cælum, / sedet ad dexteram Patris. / Et iterum venturus est cum gloria, / iudicare vivos et mortuos, / cuius regni non erit finis. // Et in Spiritum Sanctum, Dominum et vivificantem: / qui ex Patre Filioque procedit. / Qui cum Patre et Filio simul adoratur et conglorificatur: / qui locutus est per prophetas. / Et unam, sanctam, catholicam et apostolicam Ecclesiam. / Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum. / Et expecto resurrectionem mortuorum, / et vitam venturi sæculi. Amen.

Wir glauben an den einen Gott, / den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, / Himmel und Erde, / die sichtbare und die unsichtbare Welt. // Und an den einen Herrn Jesus Christus, / Gottes eingeborenen Sohn, / aus dem Vater geboren vor aller Zeit: / Gott von Gott, Licht vom Licht, / wahrer Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, / eines Wesens mit dem Vater; / durch ihn ist alles geschaffen. / Für uns Menschen und zu unserem Heil ist er vom Himmel gekommen, / *hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria / und ist Mensch geworden.* / Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, / hat gelitten und ist begraben worden, /ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift / und aufgefahren in den Himmel. / Er sitzt zur Rechten des Vaters / und wird wiederkommen in Herrlichkeit, / zu richten die Lebenden und die Toten; / seiner Herrschaft wird kein Ende sein. // Wir glauben an den Heiligen Geist, / der Herr ist und lebendig macht, / der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, / der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, / der gesprochen hat durch die Propheten, / und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. / Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. / Wir erwarten die Auferstehung der Toten / und das Leben der kommenden Welt. Amen.

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Nach Theodosius‘ Tod (395) wurde das Römische Reich unter seinen Söhnen Arcadius und Honorius in ein West- und Ostreich geteilt. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Gotensturm, Machtvakanz, politisches Papsttum, Karl der Große, Reformation, Aufklärung und Säkularisierung im Westen, Byzanz im Osten – erst Christianisierung, dann Islamisierung.

(Josef Bordat)

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