Jobo72 wird neun Jahre alt

15. Januar 2017


Es ist mal wieder so weit: Ein Bloggerjahr ist rum und das Projekt Jobo72 kommt so langsam in die Jahre. Wenn man das zum neunten Geburtstag schon so sagen kann. Ich weiß, dass sich einige schon auf die an dieser Stelle alljährlich übliche Parade der schönsten Beschimpfungen und Bedrohungen freuen. Ihr spar mir das mal, weil es mich langweilt und Sie dann sicher auch.

Was ich aber interessant finde: Beschimpft und bedroht werde ich gleichermaßen (zum Teil wortgleich) von Vertretern zweier Gruppen (wenn man das mal vereinfachend so sagen darf). Zum einen von linksextremistischen Anti-Theisten, die aus ihrem Hass auf Religion, Glaube, Christentum und Kirche keinen Hehl machen, zum anderen von recht(s)katholischen Traditionalisten, die aus ihrem Hass auf abweichende christliche Bekenntnisse und Deutungen der Botschaft Jesu ebensowenig einen Hehl machen. Beide Parteien hätten am liebsten, ich stellte meine Arbeit ein (oder verschwände ganz aus dieser Welt, das wäre wohl am einfachsten).

Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Die Kirchenfeindlichkeit außerhalb oder die Menschenfeindlichkeit innerhalb der Kirche. Klar: Die überwiegende Mehrheit derer, die in der Kirche sind, ist nicht menschenfeindlich, sondern außerordentlich freundlich und tatkräftig für Menschen engagiert. Und die überwiegende Mehrheit derer, die nicht in der Kirche sind, stehen dem Glauben desinteressiert, aber keineswegs feindselig gegenüber. Sie können teilweise sogar für Glaubensfragen interessiert werden. Aber jene haben in der Regel keine Zeit und diese in den meisten Fällen keine Lust, mein Blog zu lesen und sich mit den Texten dort auseinanderzusetzen. So ist das, was ich meinem Empfinden nach hauptsächlich und spürbar zu Gesicht bekomme, der anonyme Bodensatz zeitreicher Extremisten aus der jeweiligen Ecke.

Abschlussfrage: Was schenkt man einem Blog zum Geburtstag? Also, ich schenke ihm im kommenden Jahr seiner Existenz auf dem Weg zum zehnjährigen Bestehen viele neue Texte. So ist es zumindest geplant. Und Sie? Vielleicht mögen Sie Ihr Mißfallen künftig differenzierter begründen. Und Ihr Gefallen offiziell dokumentieren. Das tut man heutzutage mit einem Like der Facebook-Seite. Nur Mut!

Also: Auf ein Neues – gegen- und miteinander! Ich freu mich drauf!

Ihr

Josef Bordat

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