Erzbistum Berlin. Meldungen über Vorwürfe sexuellen Missbrauchs

25. Januar 2017


Seit dem Jahr 2002 werden Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs im Erzbistum Berlin systematisch erfasst. In einem Zwischenbericht nennt das Erzbischöfliche Ordinariat Berlin aktuelle Zahlen.

Demnach lagen bis zum 31. Dezember 2016 insgesamt 53 Meldungen über Vorwürfe sexuellen Missbrauchs oder sexueller Übergriffe an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen durch Kleriker, vom Erzbischof beauftragte Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst vor. Die Vorwürfe gehen bis auf das Jahr 1947 zurück, die Beschuldigten sind zum Teil verstorben. Im Jahr 2016 wurden vier neue Vorwürfe erhoben.

Derzeit ist für einen zum Zeitpunkt des Vorjahresberichts laufenden Fall noch ein staatliches bzw. kirchliches Verfahren anhängig. Das andere laufende Verfahren aus dem Jahr 2015 wurde im Jahr 2016 abgeschlossen. Weiterhin wurde im Jahr 2016 ein Verfahren neu aufgenommen und auch bereits abgeschlossen, so dass es derzeit insgesamt ein laufendes Verfahren gibt.

Im Jahr 2016 wurde kein neuer Antrag auf Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde, gestellt. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der Anträge weiterhin auf 19.

Die Gesamtsumme der Zahlungen an Betroffene im Erzbistum Berlin beträgt bis Ende 2016 85.000 €. Die Erstattungssumme für psychotherapeutische Leistungen (einschließlich Paartherapie) bis zum 31. Dezember 2016 beträgt insgesamt 25.228 €. Zusätzlich wurden insgesamt 2.538 € für Fahrten zur Inanspruchnahme psychotherapeutischer Behandlungen erstattet.

(Josef Bordat)

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