Unverständnis

4. Februar 2017


Zu den vielen Dingen, die ich nicht verstehe, gehört auch der Umstand, dass es offenbar Menschen gibt, die sich für den Schutz des Lebens einsetzen – und gleichzeitig Folter und Todesstrafe befürworten. Dass es weiterhin Menschen gibt, die sich gegen Christenverfolgung engagieren – und gleichzeitig verächtliche Pauschalurteile über Flüchtlinge sprechen und am liebsten hätten, man hielte verfolgte Menschen von uns fern, notfalls auch durch Mauer, Stacheldraht und Schusswaffengebrauch. Und dass es schließlich Menschen gibt, die sich als kapitalismuskritische Frauenrechtler gleichzeitig für Leihmutterschaften in Südostasien stark machen, wenn diese angemessen bezahlt werden. Der Ertrag weniger Stunden in den Sozialen Medien.

Soziale Medien. Vielleicht sollte man wirklich mal versuchen, eine andere Bezeichnung zu finden, liebe Gesellschaft für deutsche Sprache.

(Josef Bordat)

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