Christentum und Heidentum im Vergleich

11. Februar 2017


Oder: Die allerschlechteste christliche und die beste heidnische Welt

Der Kölner Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll trat 1976 aus der Katholischen Kirche aus – nach Jahrzehnten kritischer Auseinandersetzung.

1957 formulierte Böll ein sehr schönes Plädoyer für das Christentum. Er meinte: „Selbst die allerschlechteste christliche Welt würde ich der besten heidnischen vorziehen, weil es in einer christlichen Welt Raum gibt für die, denen keine heidnische Welt je Raum gab: für Krüppel und Kranke, Alte und Schwache, und mehr noch als Raum gab für sie: Liebe für die, die der heidnischen wie der gottlosen Welt nutzlos erschienen und erscheinen.“

Was Heinrich Böll hier sagt, ist Verpflichtung für uns, die wir uns Christen nennen – zum Beharren auf der unendlichen Würde jedes Menschen. Und für die, die sich Heiden nennen, sicherlich auch. Zum Nachdenken.

(Josef Bordat)

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