Wege der Liebe

14. Februar 2017


Seit gut zwei Jahrzehnten schreibt Christa Spilling-Nöker inspirierende Texte, die in schmalen Bändchen einen Platz finden. Das letzte dieser Art dreht sich um die Liebe: Die Rose und der Rittersporn. Keine abstrakte Abhandlung, sondern konkrete Begebenheiten verdeutlichen ihr Wesen. Als evangelische Pfarrerin a.D. mit pädagogischer und tiefenpsychologischer Ausbildung verfügt die Autorin über die nötige Expertise in Beziehungsfragen.

Christa Spilling-Nöker schreibt einfühlsam und lebensnah. Die schönen Aquarelle von Ursula Mörch ergänzen die Texte. In Wort und Bild ergründet Die Rose und der Rittersporn die Liebe. Zufall, Schicksal, Fügung – was die Liebe entstehen lässt, bleibt dabei offen. Fest steht: Die Liebe wählt nicht immer den geraden Weg ins Herz. Manchmal sind es die ungewöhnlichen Wendungen, die zur Partnerschaft führen, manchmal auch Missgeschicke.

Die Geschichten zeigen: Auch das, was scheinbar nicht zusammengehört, findet einen Weg zueinander. Auch das, was sich unterscheidet, ja, entgegensteht, kann harmonieren. Es sind keine neuen Erkenntnisse, die Christa Spilling-Nöker in ihren kurzen Erzählungen vermittelt, doch die Personen, die in diesen entsprechende Erfahrungen machen, verdeutlichen die Weisheiten über das Gelingen von Zweisamkeit. Liebe ist, wenn es anders ist.

Bibliographische Angaben:

Christa Spilling-Nöker: Die Rose und der Rittersporn. Geschichten für zwei, die sich lieben. Mit Aquarellen von Ursula Mörch.
Eschbach: Verlag am Eschbach 2017.
48 Seiten, € 7,99.
ISBN 978-3-86917-529-4.

(Josef Bordat)

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