Woche der Brüderlichkeit 2017

7. März 2017


In Anlehnung an das diesjährige Jahresmotto „Gehe hin und lerne“ könnte man vielleicht zwei Arten des Lernens unterscheiden: ein „sitzendes Lernen“ und ein „gehendes Lernen“. Lernen im Sitzen, das würde dann die klassische, durch Lehre erreichbare Wissenserweiterung meinen, die ein wichtiger Bestandteil von Lernprozessen ist und immer bleiben wird. […] Aber ein solch sitzendes „Schreibtischlernen“ droht – für sich allein genommen – leicht in eine intellektualistische Engführung hineinzuführen, die gefährlich ist. […] Lernen gelingt am besten in einem Klima der Wertschätzung und Anerkennung und in der Begleitung durch Menschen, die als Vorbilder und Quellen der Inspiration positiv wirken. […] Das wirklich Wichtige lernen wir doch von Menschen, die eine Bedeutung für uns haben.

Heiner Koch (aus: Eine Lerngemeinschaft von Lerngemeinschaften. Der Beitrag von Juden und Christen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. – Festrede aus Anlass der Eröffnung der 65. Berliner Woche der Brüderlichkeit in der Katholischen Akademie Berlin)

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