Bitte Code eingeben!

13. März 2017


Es kommt in letzter Zeit öfter vor, dass Menschen in den Diskussionsbereichen des Facebook, also unterhalb der Beitragsankündigung auf meiner Profilseite oder der Seite des Blogs kommentieren und dabei ziemlich deutlich zu erkennen geben, dass sie den Text, um den es geht, nicht kennen. Ähnliches gilt für E-Mails, die mich erreichen. Das ist nicht weiter schlimm, schließlich gibt es Meinungsfreiheit und auch die Aussage “Im Hafen sind Schuhe lustiger als vorgestern” ist von der Meinungsfreiheit gedeckt. Kein Thema.

Andererseits möchte ich mich ernsthaft nur noch mit den Kommentaren beschäftigen, deren Urheber das, was Sie kommentieren, zumindest zur Kenntnis genommen haben. Das kann man kognitionsfaschistisch nennen oder einfach nur faul, aber bei einem 16-Stunden-Arbeitstag möchte ich nicht auch noch Dinge lesen müssen, die einfach aufgeschrieben wurden, weil RTL2 gerade Werbung zeigt. Und das soll ja gelegentlich vorkommen. Werbung.

Also, folgendes: In einigen Texten wird künftig ein Codewort eingebaut sein. Irgendwo steht dann [Das Codewort lautet: Amsterdam] das Codewort. Es können – bei längeren Texten – auch mehrere solcher Codewörter vorkommen. Diese/s Codewort/-wörter bitte irgendwo im Kommentar aufnehmen. So kann ich erkennen, dass Sie den Text, den Sie kommentieren, gelesen haben. Also: Wenn Sie das denn wollen, dass ich es erkenne.

Jedenfalls gehe ich künftig davon aus, dass all diejenigen, die das Codewort nicht verwenden, den Text nicht gelesen haben. Was das für den Umgang mit diesen Kommentaren bedeutet, können Sie sich in der nächsten Werbepause überlegen. Bei E-Mails bitte Codewort/-wörter in der Betreffzeile angeben. So stellen Sie sicher, dass die Nachricht nicht ungelesen im “Papierkorb” landet.

(Josef Bordat)

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