Ökumenische Solidarität mit den Kopten

10. April 2017


Ist Ägypten ein „sicheres Herkunftsland“? Abschiebungen stoppen!

Im Rahmen eines Solidaritätsschreibens an die Kopten in Deutschland und insbesondere in Berlin erinnert der Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Archimandrit Emmanuel Sfiatkos, an die traurige Tatsache, dass die gestrigen Anschläge auf Koptisch-Orthodoxe Christen in der St. Georg-Kirche in Tanta und in der St. Markus-Kathedrale in Alexandria mit mehr als 40 Toten sich „in eine lange Kette von Anschlägen auf Christen in Ägypten“ einreihen.

Angesichts dessen fordert Archimandrit Sfiatkos die Aussetzung von Abschiebungen nach Ägypten, das derzeit nicht als sicheres Herkunftsland für Christen gelten könne: „Wir richten den eindringlichen Appell an die politisch Verantwortlichen in der Bundesrepublik Deutschland, die Abschiebung von koptischen Flüchtlingen auszusetzen. Ihr Leben ist derzeit in Ägypten nicht sicher“. Eine Botschaft, die unbedingt gehört und beherzigt werden sollte, wobei es im Grunde schon skandalös ist, überhaupt nur zu erwägen, Kopten, die bei uns Schutz suchen, in ihre Heimat zurückzuschicken, eingedenk der Ereignisse in den letzten Monaten.

Am Ende des Schreibens drückt der Vorsitzende des ÖRBB aus, was uns Christen konfessionsübergreifend Trost spendet und Zuversicht gibt: „Christus hat den Tod überwunden. Aus dieser Gewissheit heraus feiern wir in Kürze Ostern. In dieser Gewissheit leben wir. Diese Gewissheit kann nichts und niemand zerstören.“

(Josef Bordat)

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