Eigentlich

26. Mai 2017


Wo „Leben in Fülle“ Verheißung ist, da ist „Kirche überfüllt“ Erfüllung. Eigentlich.

Eigentlich sollte hier ein Bericht über die Veranstaltung „Reformation und Katholizität. Was ist das Gemeinsame?“ stehen. Wolfgang Huber und Johanna Rahner tauschen sich unter der Moderation einer Kultursenatorin a.D., Karin von Welck, kompetent aus. Sicher interessant. Dachte ich. Denke ich immer noch.

Eigentlich wollte ich daher hin, in die Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt. War auch da, aber nicht „in“, sondern „vor“.

Dabei war ich sogar pünktlich und hatte auch meinen DEKT-Presseausweis nicht vergessen, in dieser Konstellation eigentlich eine Ausnahmeerscheinung, denn man wollte ja Journalisten auch dann den Zutritt zu Messehallen und Kirchengebäuden ermöglichen, wenn diese eigentlich schon voll sind. Wollte man. Eigentlich.

Der nette und geduldige Helfer mit dem Schild in der Hand (eigentlich auch ein unangenehmer Job, wenn man länger darüber nachdenkt) erklärt mir, die Kirche sei um 8 Uhr bereits gut besetzt, seit 9 Uhr dann schon überfüllt gewesen.

Hoffnungslos. Eigentlich ein Unwort für Christen, auf Kirchentagen aber durchaus sachstandsbeschreibend. Nun war es 11 Uhr. Die Veranstaltung begann. Ohne mich. Schade, eigentlich.

Symbolfoto – DEKT 2017. Foto: JoBo, 5-2017.

Morgen wollte ich eigentlich wieder in die Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt, zum „Thementag Ökumene“. Um elf geht es los. Also, eigentlich ab acht.

Eigentlich. Ein blödes Wort.

(Josef Bordat)

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: