Brot. Fleisch. Blut

18. Juni 2017


In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt. Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich Speise, und mein Blut ist wirklich Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. (Joh 6, 51-58)

Punktrechnung vor Strichrechnung. Sieben-fünf-drei, Rom kriecht aus dem Ei. Trenne nie „st“, denn es tut ihm weh. Merksätze aus der Schule, die ich gut erinnere, auch wenn sie nicht mehr dem Stand der Konvention entsprechen. Sie sind mir eben in Fleisch und Blut übergegangen.

Jesus will, dass uns Seine Botschaft der Liebe in Fleisch und Blut übergeht. Dass wir jede Situation aus der Perspektive des Neuen Gebotes betrachten: Liebt einander. Dazu müssen wir uns zu hundert Prozent mit Ihm identifizieren, müssen unsere DNA vom Evangelium prägen lassen.

Die Genetik vor 2000 Jahren war noch nicht so weit, dass die Menschen von der DNA gewusst hätten. Brot und Blut kannte man allerdings schon. Es gehörte seit Jahrtausenden zum Alltag: das Brot backen und das Vieh schlachten. Das gehörte zum Leben, zum Überleben.

Deshalb wählt Jesus dieses Bild des Brotes und des Blutes, zumal es an die Erfahrung des Volkes Israel anschließt. An das Manna in der Wüste, an das Blut der Lämmer, das die Häuser der Israeliten in Ägypten kennzeichnete und verschonen ließ.

Wer Jesu Botschaft verinnerlicht, wer das Neue Gebot „gefressen“ hat, der wird „leben in Ewigkeit“. Das verheißt uns Christus selbst. Das Ewige Leben beginnt bereits heute, wenn wir es uns merken und danach handeln: Liebt einander.

(Josef Bordat)

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