Peter und Paul

29. Juni 2017


Heute feiert die Kirche zwei Männer: Petrus und Paulus. Der eine, Petrus, hat Christus verleugnet, der andere, Paulus, Christen verfolgt. Feige, egoistische und starrsinnige Männer. Das waren sie.

Wäre es dabei geblieben, hätte die Kirche keinen Grund, ihnen zwei Jahrtausende später ein Hochfest zu bereiten. Aber es blieb nicht dabei. Beide, Petrus und Paulus, erfahren ihre Bekehrung, weil Gott sie nicht aufgibt, trotz ihres Versagens. Er lässt sie den Auferstandenen sehen, der die Beziehung von sich aus (wieder)herstellt.

Dem einen, Petrus, begegnet der Auferstandene, um ihn als Hirten für die „Schafe“ und „Lämmer“ zu bestätigen. Dem anderen, Paulus, um ihn zu den Heiden zu schicken, damit die Heilsbotschaft wirklich um die ganze Welt gehe. Das tut sie ja dann auch. Sie gelangt sogar bis zu uns.

Beide begeben sich auf den Weg der Nachfolge – bis zum Tod. Petrus wird gekreuzigt, Paulus enthauptet. Sie sterben für den, den sie einst verleugneten und verfolgten. Sie nutzen ihre zweite Chance und legen den Grund für die Kirche. Das kann man feiern.

(Josef Bordat)

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