Zum Tode Joachim Kardinal Meisners

5. Juli 2017


Ich bin Kardinal Meisner dankbar für das Vertrauen, das er mir schenkte, vor allem natürlich für die Weihe zum Bischof, die er mir am 7. Mai 2006 im Kölner Dom spendete. Ich bin ihm auch dankbar für seinen Dienst als Bischof von Berlin von 1980 bis 1989. Unbeeindruckt von den Versuchen kommunistischer Einflussnahme hielt er an der Einheit des Bistums Berlin fest und trieb die Annäherung und Aussöhnung mit Polen, Tschechen und Slowaken voran. Diesem Vermächtnis fühle ich mich als sein Nachfolger zutiefst verpflichtet.

Heiner Koch, Erzbischof von Berlin

Joachim Kardinal Meisner war ein Mensch mit einem großen Herzen und mit viel Humor. Wer ihn als religiösen Eiferer und erzkonservativen Hardliner beschreibt, der verzeichnet dessen Bild. Immer aber hat er das Evangelium – gemäß einem Wort des Apostels Paulus – „gelegen oder ungelegen“ verkündet und dafür auch Unverständnis, Prügel und Anfeindungen in Kauf genommen.

Matthias Heinrich, Weihbischof im Erzbistum Berlin

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