Hingabe des Lebens

12. Juli 2017


Mit dem Motu Proprio Maiorem hac dilectionem vom 11. Juli 2017 (momentan gibt es nur eine italienische und eine lateinische Fassung) hat Papst Franziskus die Regeln für Selig- und Heiligsprechungen ergänzt: Neben dem Martyrium hat er die „Hingabe des Lebens“ als neuen Tatbestand für eine Selig- und Heiligsprechung eingeführt. Was das bedeutet, erklärt das Domradio.

Wirklich neu scheint mir diese Neuerung nicht zu sein. Schon immer wurden Menschen, die sich in der Nachfolge Christi etwa für Kranke einsetzten und dabei gesundheitliche Schäden durch die Ansteckungsgefahr in Kauf nahmen, von der Kirche für ihre bedingungslose Nächstenliebe, die die Lebenshingabe einschloss, verehrt und diese Opferbereitschaft im Rahmen der Kanonisierung gewürdigt. Das nun explizit hervorzuheben, schließt wohl nur formal eine Lücke.

(Josef Bordat)

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