Forschen. Suchen. Finden. – Glauben.

2. August 2017


In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie. (Mt 13, 44-46)

Was der Schatz sein könnte, dazu gibt es bereits im Gleichnis den entscheidenden Hinweis: das Himmelreich. Nicht als Ort, sondern als Zustand der Gottesgegenwart im Glauben. Auch die Konsequenz der Entdeckung wird deutlich: alles andere aufgeben.

Man darf dabei nicht übersehen, wie es zu der Entdeckung kommt. Beim Acker mag es noch Zufall gewesen sein, doch der Kaufmann „sucht“, ganz gezielt, „schöne Perlen“. Er wird sicher die eine oder die andere bereits gefunden haben, aber dann entdeckt er „eine besonders wertvolle“.

Er findet sie nicht zufällig beim Austernessen, sondern nach einer intensiven Suche. Außerdem kennt er sich aus, kann den Wert von Perlen so sicher einschätzen, dass er zu solch weitreichenden Maßnahmen bereit ist: alles auf eine Perle zu setzen.

Die Neugierde des Forscherdrangs und die Ausdauer des Schatzsuchers lassen den Menschen finden, was Wert hat, sei es auch „vergraben“ oder unter vielen scheinbar gleichförmigen und ähnlich wertvollen Perlen versteckt. – Glauben heißt, das Besondere im Verborgenen und Gewöhnlichen entdecken.

(Josef Bordat)

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