Katholisch in Berlin. Jahresbericht 2015

7. August 2017


Der Jahresbericht 2015 für das Erzbistum Berlin ist erschienen. Schwerpunktmäßig geht es darin um die Romwallfahrt im Oktober 2015, an der 1500 Gläubige teilgenommen haben. Anlass war der Dank für 25 Jahre Deutsche Einheit.

Wie jeder gute Bericht enthält auch der Jahresbericht 2015 einiges an Zahlenmaterial. Demnach ist die Zahl der Katholiken im Erzbistum Berlin auf 409.513 gestiegen, ein leichter Anstieg von 0,14 Prozent, der auf das Konto der Migranten geht. Jeder vierte Berliner Katholik hat (unmittelbar und persönlich) Migrationshintergrund.

Ansonsten hat das Erzbistum Berlin mit ähnlichen Phänomenen zu tun wie die meisten Diözesen Deutschlands: Eine gerade mal Zehn-Prozent-Quote beim regelmäßigen Gottesdienstbesuch, Rückgang bei Priestern und Ordensleuten, steigende Kirchensteuereinnahmen.

Letzteres führt dazu, dass 59 Mio. Euro zurückgelegt werden können (31 Mio. Euro an Rücklagen wurden 2015 allerdings aufgelöst), für künftige Pensionsverpflichtungen (Rückstellungen) oder auch anstehende Baumaßnahmen (Rücklagen). Das sei auch dringend nötig, so Bernd Jünemann, Leiter des Dezernats Finanzen und Bau im Erzbischöflichen Ordinariat, im Vorwort: „Die demographischen Entwicklungen werden absehbar zu einem sinkenden Kirchensteuereinkommen führen”.

Insgesamt hat das Erzbistum Berlin das Jahr 2015 mit 242 Mio. Euro gestaltet. Das ist etwa so viel wie im Jahr zuvor. Gut die Hälfte des Budgets kommt aus der Kirchensteuer (127 Mio. Euro), der größte Kostenpunkt ist das Personal (100 Mio. Euro). Für den Beitrag zur Bildung (unter anderem im Rahmen des von 216 Religionspädagogen für 30.000 Kinder angebotenen Religionsunterrichts) erhält das Erzbistum insgesamt 63 Mio. Euro (davon etwa 8 Mio. Euro für den Religionsunterricht).

(Josef Bordat)

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