Das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel

15. August 2017


Oder: Was gibt es denn da heute zu feiern?

Das Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens hat Papst Pius XII. am 1. November 1950 in der Apostolischen Konstitution Munificentissimus Deus wie folgt formuliert: „In der Autorität unseres Herrn Jesus Christus, der seligen Apostel Petrus und Paulus und auch kraft Unserer eigenen verkündigen, erklären und definieren Wir: Es ist ein von Gott geoffenbartes Dogma, daß die immerwährende Jungfrau Maria, die makellose Gottesgebärerin, als sie den Lauf des irdischen Lebens vollendete, mit Leib und Seele zur himmlischen Glorie aufgenommen wurde“.

In dieser Frage schritt der sensus fidei bereits lange voraus, auch ohne dogmatische Grundlage. Zudem befragte der Papst im Sinne der kirchlichen Einheit die Bischöfe. Das Ergebnis war ein deutliches Votum für das Dogma: Nur 22 von 1181 Oberhirten sprachen sich dagegen aus. Das Dogma selbst endet mit der Mahnung zur Einheit: „Sollte daher, was Gott verhüte, einer wagen, das entweder zu leugnen oder absichtlich in Zweifel zu ziehen, was von Uns definiert wurde, so soll er wissen, daß er vom göttlichen und katholischen Glauben völlig abgefallen ist“.

Übrigens: Es handelt sich beim Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens um den bisher einzigen Anwendungsfall einer mit päpstlichem Anspruch auf Unfehlbarkeit ex cathedra vorgetragenen Definition seit dem Ersten Vatikanischen Konzil.

(Josef Bordat)

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