In den Anden

18. September 2017


Ich sitze in einer kleinen Berghütte auf fast 4000 Metern über dem Meeresspiegel.

Unsere kleine Farm. Foto: JoBo, 9-2017.

Vom Schreibtisch aus habe ich einen wunderbaren Blick auf die prächtigen Fünf- und Sechstausender in der „Nachbarschaft“. Vielleicht der ungewöhnlichste Ort, an dem ich je geschrieben habe.

Hütte und Schreibtisch stehen in der Nähe von Huaraz im Hochland von Peru, etwa 500 Kilometer nordöstlich von Lima. Ich besuche dort derzeit die NGO „Andean Alliance“, die neben sozialen, edukativen und ökologischen Projekten auch ein kleines Hostal betreibt.

Hier bin ich fernab aller Hektik und Betriebsamkeit des Alltags. Auch mal ganz schön. Und sehr inspirierend.

Hier verstehe ich, warum Berge in vielen Kulturen als Gottheiten verehrt werden, ob ihrer Erhabenheit und ihres lebensspendenden Schmelzwassers.

Hier erfahre ich die Vielfalt Perus, ein Land, das neben der boomenden Metropole Lima zahlreiche ganz unterschiedliche Regionen umfasst. Die Armut hier auf den Bergen ist nicht zu übersehen.

Hier zeigen sich mir die Wurzeln der peruanischen Kultur: In der Grundschule mit zwei Klassen (eine für die Kleinen und eine für die etwas Größeren) wird Spanisch als Fremdsprache unterrichtet.

In den Anden bei Huaraz. Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein. Eine ganze Woche lang.

(Josef Bordat)

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