Schon toll, diese Frau!

16. Oktober 2017


Flüchtlingsarbeit – ja, das war so ihr Ding. Hat ’ne Menge für die deutsch-polnische Aussöhnung getan und sich dabei aufopferungsvoll um Armutsmigranten gekümmert. Echte Friedensstifterin. Selber war sie total bescheiden. Motto: Alles für die andern!

Hedwig von Andechs. Laser-Projektion, bearbeitet. Foto und Bearbeitung: JoBo, 10-2017.

Muss man sich mal vorstellen: Hat selber sieben Kinder und geht dann noch arbeiten. Irgendwas mit caritas. Oder so. Hätte sie eigentlich gar nicht nötig gehabt, kam ja aus besten Verhältnissen. Vater ein hohes Tier in Bayern, so ’ne Art Politiker oder Manager oder so was, die Mutter auch eine von ziemlich weit oben.

Tja, aber die Tochter ist da ganz anders drauf gewesen. Immer auf Achse. Als Kulturpolitikerin hat sie richtig was bewegt. Als sie dann endlich das Rentenalter erreicht hat, stirbt ihr Mann und Kollege. Ihr ältester Sohn stirbt drei Jahre später. Lange davor war schon ihre Lieblingsnichte gestorben – das war auch so ’ne soziale.

Aber was macht die Frau, nach all den Schicksalsschlägen? Stürzt sich mit Mitte 60 noch mal voll ins ehrenamtliche Engagement. In Berlin ist sie deshalb immer noch Kult.

Heute Abend um 18 Uhr wird sie mitten in Berlin gefeiert, in einer coolen Location, die sogar nach ihr benannt ist. Schon krass, diese Heilige Hedwig von Andechs, Herzogin von Schlesien (1174-1243).

(Josef Bordat)

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