My biobag, my choice?

17. November 2017


Eines der „Argumente“ gegen einen konsequenten Schutz des ungeborenen menschlichen Lebens basiert auf dem Gedanken, dass der Embryo kein eigenständiges Lebewesen sei, sondern eine Art temporäres „Zusatzorgan“ des weiblichen Körpers, das nach Belieben auch wieder entfernt werden könne, wenn die Frau das denn wolle. Das mit dem ontisch autonomen Embryo ist zwar durch theologische Anthropologie judeo-christlicher Provenienz („der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht geformt hat“, Jesaja 49, 5 – „im Mutterleib“, nicht „als Teil des Mutterleibs“) seit 2500 Jahren bekannt und durch die Genetik dann seit einigen Jahrzehnten bestätigt, es hält sich aber dennoch äußerst hartnäckig: „My body, my choice“.

Die Menschen, die so etwas schreiben, bei Gelegenheit auch schreien, könnten auf dem Spielfeld des Vernünftigen und logisch Konsistenten nun endgültig ins Abseits geraten. Das Zauberwort moderner Reproduktionsmedizin bzw. -technik heißt „biobag“. Mit diesen Geräten werden heute schon Tiere bis zur Überlebensfähigkeit außerhalb des Mutterleibs großgezogen, künftig dann wohl auch Menschen. Damit verlieren, so zitiert Stefan Rehder in der aktuellen Ausgabe der Tagespost Anthony McCarthy, den Direktor der britischen Lebensrechtsorganisation Society for the Protection of Unborn Children, „einige der traditionellen Argumente, mit denen Abtreibungen bis heute gerechtfertigt werden, weiter an Plausibilität“.

(Josef Bordat)

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