Wie steht die Katholische Kirche in Berlin zum „Marsch für das Leben“? Nachdem der Diözesanrat (das wichtigste katholische Laiengremium) schon vor Monaten die Abgabe einer Unterstützungserklärung abgelehnt hat, betont er nun in einer Pressemitteilung sein Engagement für den Lebensschutz.

Darin heißt es: „Das menschliche Leben ist insbesondere an seinem Beginn und an seinem Ende äußerst verletzlich. Es bedarf gerade in diesen Phasen besonderen Schutzes. Kein Mensch hat das Recht, über das Leben eines anderen zu verfügen. Daher setzt sich der Diözesanrat für einen wirksamen und unbedingten Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod ein. Er lehnt Abtreibung als Mittel der Familienplanung ebenso wie organisierte Sterbehilfe strikt ab.“

In welcher Weise sich der einzelne Katholik für den Lebensschutz engagieren sollte, hält der Diözesanrat offen. Er nennt einige sehr unterschiedliche Initiativen, in denen Berliner Katholikinnen und Katholiken aktiv sind: „im Katholischen Netzwerk Kinderschutz im Erzbistum Berlin, beim Verein Donum Vitae, im Familienbund der Katholiken, in der Hospizbewegung, in der ‚Woche für das Leben’“, bevor er dazu kommt, dass sie ihr Engagement „eben auch durch ihre Teilnahme am ‚Marsch für das Leben’“ ausdrücken können.

Eine Berliner Katholikin, die dies seit Jahren tut, ist Claudia Sperlich. In diesem Jahr hat sie gemeinsam mit anderen im Lebensschutz engagierten Katholiken einen Gottesdienst vobereitet, der vor dem „Marsch für das Leben“ in Berlin-Spandau stattfindet. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

Von Erzbischof Dr. Heiner Koch liegt ein Grußwort zum „Marsch für das Leben“ vor. Es wird von Weihbischof Dr. Matthias Heinrich verlesen, da Erzbischof Koch in diesem Jahr selbst nicht teilnehmen kann. Zum Inhalt will ich nichts verraten. Gehen Sie einfach hin, dann hören Sie das Grußwort Heiner Kochs – und eine ganze Menge mehr.

(Josef Bordat)

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